Coronavirus in Leipzig: Lockdown-Verlängerung in Sachsen bis Mitte Februar möglich

Leipzig - Leipzig in der Corona-Krise. Seit Mitte Dezember herrscht in der Messestadt wie im Rest der Bundesrepublik ein harter Lockdown. Stand 20. Januar hatten sich laut Leipziger Stadtverwaltung 12.823 Bürger infiziert, der Inzidenzwert liegt bei 179,9. Der für mögliche weitere Maßnahmen verwendete Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts liegt bei 166,9 (Stand: 20. Januar, 0 Uhr). Dieser ist meist niedriger, da das RKI die Daten erst später aus den Städten und Landkreisen übermittelt bekommt.

Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.
Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Der Ende Oktober durch Bund und Länder beschlossene Teil-Lockdown wurde mittlerweile in einen harten Lockdown verschärft. Wie bereits im Frühjahr 2020 ist der Großteil der Geschäfte geschlossen. Schüler lernen zuhause, Masken sollen nun nahezu permanent in der Öffentlichkeit getragen werden (TAG24 berichtete).

Am Dienstag, 5. Januar, beschlossen Bund und Länder, die Maßnahmen bis Ende Januar zu verlängern und nochmals zu verschärfen. Private Zusammenkünfte sind nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Die Bewegungsfreiheit in Corona-Hotspots wurde eingeschränkt (TAG24 berichtete).

Gleichzeitig erhalten täglich mehr und mehr Menschen die erste Impfung gegen das Coronavirus (TAG24 berichtete).

Stand Mittwoch (20. Januar) gibt es in der Messestadt 12.823 bestätigte Fälle. Viele Hundert Menschen befanden sich in häuslicher Quarantäne, der überwiegende Teil der Infizierten gilt aber als geheilt.

Über alle weiteren Entwicklungen werdet Ihr in unserem Ticker informiert.

Einen Rückblick der bisherigen Geschehnisse findet Ihr hier.

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UPDATE, 20. Januar, 11 Uhr: Ansteckungszahl sinkt in Sachsen weiter

Die harten Einschränkungen seit Mitte Dezember scheinen in Sachsen erste Wirkung zu zeigen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch sank die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf 193, nach 225 am Vortag. Wochenlang hatte der Freistaat den mit Abstand höchsten Inzidenzwert. Nun belegen Thüringen (237), Brandenburg (208) und Sachsen-Anhalt (204) die traurigen Spitzenplätze.

Die sächsischen Gesundheitsämter meldeten dem RKI am Mittwoch 1258 weitere Corona-Neuinfektionen sowie 151 Todesfälle binnen eines Tages. Insgesamt haben sich bisher 168.943 Menschen aus dem Freistaat nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, 5307 Infizierte sind gestorben. Die höchste Infektionsrate in Sachsen wurde am Dienstag für den Landkreis Mittelsachsen (336,7) ausgewiesen.

Nach den Beratungen von Bund und Ländern will das sächsische Kabinett die neuen Corona-Regeln für den Freistaat festlegen und der Öffentlichkeit vorstellen. Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich auf einen verlängerten Lockdown bis Mitte Februar und eine Verschärfung der Maskenpflicht in Bussen, Bahnen und in Geschäften geeinigt. Demnach sollen dabei künftig OP-Masken oder Mund-Nase-Bedeckungen mit noch höherem Standard getragen werden - also FFP2-Masken.

UPDATE, 20. Januar, 7.50 Uhr: Knapp 39.000 Geräte für Schüler aus Laptop-Sofortprogramm beschafft

In Sachsen sind aus dem Laptop-Sofortprogramm für Schüler bisher 38 813 Geräte angeschafft worden. Das teilte das Kultusministerium in Dresden mit.

Über das Programm, das nach der ersten Corona-Welle im Frühjahr aufgelegt worden war, standen in Sachsen 28 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld stammt von Bund und Land. Alle Mittel seien bereits bewilligt worden. Derzeit laufe die Beschaffung weiterer Geräte.

Im ersten Lockdown im Frühjahr war aufgefallen, dass zahlreiche Schülerinnen und Schüler gar nicht über die Technik für einen Digitalunterricht verfügen.

Der Bund reagierte mit dem Sofortprogramm. Bundesweit wurden 500 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

UPDATE, 19. Januar, 21.13 Uhr: Laut Kretschmer keine deutliche Verschärfung der Maßnahmen in Sachsen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) will im Wesentlichen bei den bisherigen Corona-Maßnahmen bleiben.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) will im Wesentlichen bei den bisherigen Corona-Maßnahmen bleiben.  © dpa/zb/Robert Michael

Sachsen soll in den nächsten Wochen nach den Worten von Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) im Wesentlichen bei seinen bisherigen Corona-Maßnahmen bleiben.

"Wir werden keine Verschärfung vornehmen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Dienstagabend am Rande der noch laufenden Bund-Länder-Beratungen. Bis zum 14. Februar sollen die Kontakte allerdings weiter "sehr konsequent" eingeschränkt werden.

Mehr Infos dazu findet Ihr >>>hier.

UPDATE, 19. Januar, 17.32 Uhr: Neuinfektionen verharren auf hohem Niveau - 68 Infizierte gestorben

In Sachsen-Anhalt sind 68 weitere Menschen an oder mit einer Corona-Infektion gestorben. Am Dienstag verzeichnete die Landesregierung außerdem 880 neue Ansteckungen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

Das waren 31 mehr als am Dienstag voriger Woche. Von 100.000 Sachsen-Anhaltern steckten sich nachweislich 238 binnen der vergangenen sieben Tage mit dem Virus an.

Dieser Wert hatte am Montag noch bei 243,7 und vor einer Woche noch bei 258 gelegen - das Infektionsgeschehen hat in Sachsen-Anhalt somit etwas an Fahrt verloren. Ziel von Bund und Ländern ist allerdings eine Sieben-Tage-Inzidenz von 50.

Unter den 14 Kreisen und kreisfreien Städten kam die Landeshauptstadt Magdeburg dem mit 78,7 Infektionen pro Woche und 100.000 Einwohnern noch am nächsten.

Ab einem Inzidenzwert von 200 müssen die Kreise weitergehende Beschränkungen verhängen, etwa die Bewegungsfreiheit auf einen Radius von 15 Kilometern vom Wohnort einschränken.

Am Dienstag lag die Hälfte aller Kreise über dieser Marke. Am schnellsten breitet sich das Virus derzeit im Burgenlandkreis aus: Dort betrug die Sieben-Tage-Inzidenz 446,3.

Auch die Impfungen gehen in Sachsen-Anhalt noch so voran wie geplant. 34.411 Menschen wurden bis Dienstag geimpft, 2927 davon wurde auch schon die zweite Dosis gespritzt.

Durch Lieferengpässe werden im Februar allerdings weniger Menschen geimpft werden können, als ursprünglich geplant.

UPDATE, 19. Januar, 15.47 Uhr: Die aktuellen Corona-Zahlen aus Sachsen auf einen Blick

Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 19. Januar, 15.38 Uhr: Neuer Lieferplan für Impfstoff in Sachsen

Für Sachsen liegen nun genauere Angaben zu den eingeschränkten Impfstoff-Lieferungen der Hersteller Biontech und Pfizer vor. Für diese Woche ist noch eine größere Menge vorgesehen, in der kommenden Woche dann aber weniger. Das geht aus einem Lieferplan von Biontech hervor, der der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag vorlag.

Weitere Informationen zum Thema findet Ihr im aktuellen TAG24-Artikel.

UPDATE, 19. Januar, 14.50 Uhr: Leibniz-Institut: Schließung von Betrieben wäre Aktionismus

Der Chef des Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle, Reint Gropp (55), hat sich gegen ein Herunterfahren der Wirtschaft ausgesprochen.

Der Ökonom bezeichnete eine mögliche Schließung von Betrieben als Aktionismus.

Weitere Infos zum Thema findet Ihr >>>hier.

UPDATE, 19. Januar, 10.48 Uhr: Lockdown trifft Sachsen-Anhalts Schmalspurbahn und Tourismusbranche

Der Tourismus in Sachsen-Anhalt ist durch den Lockdown stark eingebrochen.

Im November 2020 meldeten die Beherbergungsbetriebe rund 200.000 Übernachtungen und somit einen Rückgang von etwa 65 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Landesamt am Dienstag mitteilt. Die Zahl der Besucher im Vergleich zum November 2019 sank um 78 Prozent auf rund 57.000 Gäste.

Für den Zeitraum zwischen Januar und November 2020 zählten die Beherbergungsbetriebe in Sachsen-Anhalt 2,2 Millionen Gästeankünfte und 5,8 Millionen Übernachtungen. Das entspricht einem Minus von 34,7 Prozent bei den Gästen und von 27,8 Prozent bei den Übernachtungen.

Ab dem 2. November durften nach der Corona-Eindämmungsverordnung keine Übernachtungen zu touristischen Zwecken stattfinden. Im Harz sei der Einbruch der Gästezahlen daraufhin mit rund 91 Prozent am höchsten ausgefallen, teilte die Statistik-Behörde mit.

Auch die bei Touristen beliebten Harzer Schmalspurbahnen hätten "klare Einbrüche" erlebt, sagte ein Sprecher der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB). Mit wenigen Ausnahmen sei auch der Bahnverkehr auf dem etwa 140 Kilometer langen Streckennetz größtenteils zum Erliegen gekommen.

Immerhin gebe es Ausgleichszahlungen für Nahverkehrsunternehmen, mit denen die HSB einen Großteil ihrer Verluste auffangen könne.

UPDATE, 19. Januar, 9.30 Uhr: Inzidenzwert sinkt in Sachsen weiter

Die sächsischen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 695 weitere Corona-Neuinfektionen sowie 52 Todesfälle binnen eines Tages gemeldet. Zugleich sank die Sieben-Tage-Inzidenz auf 225, nach 245 am Vortag. Damit hat Sachsen im Bundesvergleich aber weiter die zweithöchste Infektionsrate nach Thüringen (256). Insgesamt haben sich bisher 167.685 Menschen aus dem Freistaat nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 5156 Infizierte sind gestorben.

Die höchste Infektionsrate in Sachsen wurde am Dienstag für den Landkreis Mittelsachsen (411,4) ausgewiesen - der bundesweit vierthöchste Wert. Zudem haben noch die Landkreise Meißen (329,3) und Bautzen (302,9) einen Inzidenzwert von mehr als 300.

UPDATE, 19. Januar, 7.30 Uhr: Corona-Jahr beschert Sachsen-Anhalt großes Haushaltsloch

Das Jahr 2020 hat für ein dickes Minus in Sachsen-Anhalts Haushaltsbüchern gesorgt.

Das Land habe 777 Millionen Euro weniger eingenommen als geplant, sagte Finanzminister Michael Richter (66, CDU) der Deutschen Presse-Agentur. Der vorläufige Jahresabschluss ist am Dienstag Thema im schwarz-rot-grünen Kabinett.

Laut Richter fielen allein die Steuereinnahmen rund 740 Millionen Euro niedriger aus. Hauptgrund für den Einbruch ist die Corona-Krise, die für einen weiteren kuriosen Effekt sorgt.

Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

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