Coronavirus in Leipzig: Lockdown auch in Sachsen bis Mitte Februar verlängert

Leipzig - Leipzig in der Corona-Krise. Seit Mitte Dezember herrscht in der Messestadt wie im Rest der Bundesrepublik ein harter Lockdown. Stand 21. Januar hatten sich laut Leipziger Stadtverwaltung 12.993 Bürger infiziert, der Inzidenzwert liegt bei 177,3. Der für mögliche weitere Maßnahmen verwendete Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts liegt bei 180,4 (Stand: 21. Januar, 0 Uhr). Dieser ist meist niedriger, da das RKI die Daten erst später aus den Städten und Landkreisen übermittelt bekommt.

Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.
Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Der Ende Oktober durch Bund und Länder beschlossene Teil-Lockdown wurde mittlerweile in einen harten Lockdown verschärft. Wie bereits im Frühjahr 2020 ist der Großteil der Geschäfte geschlossen. Schüler lernen zuhause, Masken sollen nun nahezu permanent in der Öffentlichkeit getragen werden (TAG24 berichtete).

Am Dienstag, 5. Januar, beschlossen Bund und Länder, die Maßnahmen bis Ende Januar zu verlängern und nochmals zu verschärfen. Private Zusammenkünfte sind nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Die Bewegungsfreiheit in Corona-Hotspots wurde eingeschränkt (TAG24 berichtete).

Gleichzeitig erhalten täglich mehr und mehr Menschen die erste Impfung gegen das Coronavirus (TAG24 berichtete).

Stand Donnerstag (21. Januar) gibt es in der Messestadt 12.993 bestätigte Fälle. Viele Hundert Menschen befanden sich in häuslicher Quarantäne, der überwiegende Teil der Infizierten gilt aber als geheilt.

Über alle weiteren Entwicklungen werdet Ihr in unserem Ticker informiert.

Einen Rückblick der bisherigen Geschehnisse findet Ihr hier.

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UPDATE, 20. Januar, 18.30 Uhr: Technikfirma will FFP2-Masken in Sachsen-Anhalt produzieren

Geprüfte FFP2-Masken lassen sich am CE-Kennzeichen samt Prüfnummer erkennen.
Geprüfte FFP2-Masken lassen sich am CE-Kennzeichen samt Prüfnummer erkennen.  © Till Simon Nagel/dpa-tmn

Quasi mit dem Start der neuen Corona-Regeln will die rheinland-pfälzische Elektronikfirma Technisat FFP2-Masken und medizinische Masken in Sachsen-Anhalt produzieren.

"Aktuell werden die Produktionsmaschinen installiert, so dass wir nächste Woche mit der Produktion anfangen können", sagte am Mittwoch eine Sprecherin auf Anfrage.

Die Masken sollen demnach in Staßfurt (Salzlandkreis) südlich von Magdeburg produziert werden.

Die Firma ist eigentlich vor allem auf Unterhaltungselektronik spezialisiert, kennt sich mit der der Produktion der Masken aber schon aus. !Wir verfügen bereits über Erfahrung auf diesem Gebiet, da wir im August letzten Jahres unsere Maskenproduktion in Schöneck gestartet haben", sagte die Sprecherin.

Für die Produktion der Masken im sächsischen Standort Schöneck und in Staßfurt hat die Firma nach eigenen Angaben bereits 80 neue Mitarbeiter eingestellt, weitere sollen folgen. Die Masken aus Sachsen-Anhalt sollen dann in Apotheken und online angeboten werden, sowohl für Privat- als auch für Großkunden.

UPDATE, 20. Januar, 17.09 Uhr: Sachsen-Anhalts Bildungsminister für Schulöffnungen ab Mitte Februar, wenn Fallzahlen sinken

Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner (52, CDU) will die Schulen schrittweise wieder öffnen, sobald das Corona-Infektionsgeschehen es zulässt.

Wenn es gelinge, die Zahl der Ansteckungen deutlich herunterzufahren, sei er sehr optimistisch, dass ab 15. Februar "vorsichtige Öffnungsschritte" möglich sind, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung in Magdeburg. Seriös könne er das jedoch nicht zusagen.

Vorige Woche hatte Tullner angekündigt, dass es wegen der relativ vielen Corona-Fälle wahrscheinlich auch im Februar beim Fernunterricht bleibt. Am Dienstag verabredeten Bund und Länder, den geltenden Lockdown bis zum 14. Februar zu verlängern. So lange bleiben auch Kitas und Schulen im Notbetrieb. Nur die Abschlussjahrgänge bekommen Präsenzunterricht, für alle anderen gibt es Aufgaben für zuhause und Online-Lernangebote. Eltern, die systemrelevante Jobs und eine Bestätigung ihres Arbeitgebers haben, können Kinder bis zur sechsten Klasse notbetreuen lassen.

Auf seinem Schreibtisch stapelten sich die Schreiben von Jugendlichen aus Abschlussjahrgängen, die sich um das Ansteckungsrisiko im Präsenzunterricht sorgten, sagte Tullner. Deutlich schneller wachse jedoch der Stapel von Sachsen-Anhaltern, die Befürchtungen zu Bildungsdefiziten bei Schülerinnen und Schülern sowie die Doppelbelastung für Familien thematisierten. Er werde jede Öffnungsperspektive nutzen, die sich biete. Doch dafür müssten zunächst die Corona-Zahlen gedrückt werden.

Sachsen-Anhalt gehört mit Thüringen, Brandenburg und Sachsen zu den Ländern, in denen es derzeit das höchste Infektionsgeschehen gibt.

UPDATE, 20. Januar, 16.52 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Corona-Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen
Die aktuellen Corona-Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen  © TAG24

UPDATE, 20. Januar, 16.23 Uhr: 44 weitere Corona-Tote in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt sind von Dienstag- bis Mittwochnachmittag 966 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Damit seien 9099 Menschen aktuell infiziert, teilte das Sozialministerium in Magdeburg mit.

Binnen der vergangenen sieben Tage wurden 231,28 Neuansteckungen je 100.000 Einwohner bekannt. Landesweit wurden von Dienstag bis Mittwoch 44 Sterbefälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Insgesamt sind bislang 1316 Menschen mit oder an dem Virus gestorben.

Unterdessen sind in Sachsen-Anhalt 191 Intensiv- und Beatmungsbetten mit Covid-19-Patienten belegt, 112 von ihnen werden künstlich beatmet. In Sachsen-Anhalt sind seit Beginn der Pandemie 45.699 Corona-Fälle erfasst und 4026 Erkrankte in Krankenhäusern behandelt worden.

Seit Beginn der Impfungen haben landesweit 35.940 Menschen den ersten Piks bekommen, 5632 auch schon den zweiten. Allein am Dienstag waren 1529 Impfungen hinzugekommen. Die Quote für Impfungen pro 1000 Einwohner liegt laut Ministerium landesweit bei 16,38.

UPDATE, 20. Januar, 15.58 Uhr: Weiterhin Präsenzunterricht für Abschlussklassen

Schüler, bei denen demnächst Prüfungen anstehen, sollen in Sachsen weiterhin die Schule besuchen.

Nach dem Beschluss der Bund-Länder-Beratung könne der Freistaat den Abschlussklassen weiterhin Präsenzunterricht ermöglichen, sagte Kultusminister Christian Piwarz (45, CDU) am Mittwoch in Dresden nach einer Sitzung des Kabinetts. "Daran halten wir fest. Die Schüler sollen die Chance haben, sich sorgfältig auf ihre Abschlussprüfungen vorzubereiten."

Auch die vorgezogenen Winterferien auf Anfang Februar sowie die Verlängerung der Osterferien sollen bestehen bleiben.

"Ich hoffe sehr, dass wir im Februar Kitas und Schulen zumindest im eingeschränkten Regelbetrieb wieder öffnen können", sagte Piwarz. "Je eher, desto besser, aber immer mit Blick auf das Infektionsgeschehen."

UPDATE, 20. Januar, 15.01 Uhr: Corona-Lockdown bleibt auch in Sachsen bis Mitte Februar bestehen

Der Lockdown zur Eindämmung des Coronavirus soll in Sachsen vorerst bis zum 14. Februar verlängert werden.

Das kündigte Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) am Mittwoch in Dresden nach einer Kabinettssitzung an und folgte damit den Beschlüssen nach den Bund-Länder-Beratungen vom Dienstag.

In der nächsten Woche soll die neue Corona-Schutzverordnung für den Freistaat beschlossen werden.

Kretschmer stellte zugleich klar, dass es Lockerungen erst ab einem Inzidenzwert von etwa 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tage geben soll.

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Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) kündigte am Mittwoch in Dresden die Lockdown-Verlängerung bis 14. Februar an.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) kündigte am Mittwoch in Dresden die Lockdown-Verlängerung bis 14. Februar an.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 20. Januar, 13.10 Uhr: Transplantationszahlen trotz Corona auf stabilem Niveau

Wie das UKL am Mittwoch mitteilte, wurden im 2020 an der Uniklinik 36 Lebern und 37 Nieren transplantiert. Damit bleiben die Transplantationszahlen auf einem stabilen Niveau. Während der Pandemie habe man sich auf die neuen Umstände eingestellt, so Professor Seehofer vom UKL. Sowohl Spender als auch die Empfänger würden auf eine SARS-CoV-2-Infektion getestet.

"Sowohl Patienten an der Blutwäsche, also der Dialyse, als auch Patienten mit einer fortgeschrittenen Leberschädigung, einer sogenannten Leberzirrhose, gehören bei einer möglichen COVID-19-Erkrankung zur Hochrisikogruppe und weisen eine hohe Sterblichkeit auf", weiß der Experte. Deswegen bleibe die Transplantation auch in Zeiten der Pandemie eine lebensrettende Operation.

Im Jahr 2020 blieb die Anzahl der Organspender am UKL auf einem stabilem Niveau.
Im Jahr 2020 blieb die Anzahl der Organspender am UKL auf einem stabilem Niveau.  © Ines Christ/ UKL

UPDATE, 20 Januar, 13 Uhr: Städtische Bühnenhäuser bis Ostern geschlossen

Wie die Stadt am Mittwoch verkündete, sollen die Leipziger Kulturbetriebe auch weiterhin ruhen. Alle städtische Bühnenhäuser wie die Oper, das Gewandhaus, das Schauspiel und das Theater der Jungen Welt bleiben vorsorglich für den Publikumsverkehr und Veranstaltungen den ganzen März über geschlossen. Eine schrittweise Wiedereröffnung ist je nach Entwicklung der pandemischen Lage rund um das Osterfest 2021 vorgesehen. Ob es in den Häusern jeweils Probebetrieb gibt, entscheiden die Eigenbetriebe der Stadt individuell.

Städtische Kulturbetriebe, wie hier das Theater der Jungen Welt, bleiben bis Ende März noch geschlossen.
Städtische Kulturbetriebe, wie hier das Theater der Jungen Welt, bleiben bis Ende März noch geschlossen.  © Peter Endig/dpa

UPDATE, 20. Januar, 11 Uhr: Ansteckungszahl sinkt in Sachsen weiter

Die harten Einschränkungen seit Mitte Dezember scheinen in Sachsen erste Wirkung zu zeigen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch sank die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf 193, nach 225 am Vortag. Wochenlang hatte der Freistaat den mit Abstand höchsten Inzidenzwert. Nun belegen Thüringen (237), Brandenburg (208) und Sachsen-Anhalt (204) die traurigen Spitzenplätze.

Die sächsischen Gesundheitsämter meldeten dem RKI am Mittwoch 1258 weitere Corona-Neuinfektionen sowie 151 Todesfälle binnen eines Tages. Insgesamt haben sich bisher 168.943 Menschen aus dem Freistaat nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, 5307 Infizierte sind gestorben. Die höchste Infektionsrate in Sachsen wurde am Dienstag für den Landkreis Mittelsachsen (336,7) ausgewiesen.

Nach den Beratungen von Bund und Ländern will das sächsische Kabinett die neuen Corona-Regeln für den Freistaat festlegen und der Öffentlichkeit vorstellen. Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich auf einen verlängerten Lockdown bis Mitte Februar und eine Verschärfung der Maskenpflicht in Bussen, Bahnen und in Geschäften geeinigt. Demnach sollen dabei künftig OP-Masken oder Mund-Nase-Bedeckungen mit noch höherem Standard getragen werden - also FFP2-Masken.

UPDATE, 20. Januar, 7.50 Uhr: Knapp 39.000 Geräte für Schüler aus Laptop-Sofortprogramm beschafft

In Sachsen sind aus dem Laptop-Sofortprogramm für Schüler bisher 38 813 Geräte angeschafft worden. Das teilte das Kultusministerium in Dresden mit.

Über das Programm, das nach der ersten Corona-Welle im Frühjahr aufgelegt worden war, standen in Sachsen 28 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld stammt von Bund und Land. Alle Mittel seien bereits bewilligt worden. Derzeit laufe die Beschaffung weiterer Geräte.

Im ersten Lockdown im Frühjahr war aufgefallen, dass zahlreiche Schülerinnen und Schüler gar nicht über die Technik für einen Digitalunterricht verfügen.

Der Bund reagierte mit dem Sofortprogramm. Bundesweit wurden 500 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

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