Coronavirus in Leipzig: Medizinische Ausrüstung aus Vietnam gelandet

Leipzig - Leipzig in der Corona-Krise. Geschäfte, Schulen und zahlreiche andere Einrichtungen sind geschlossen, sämtliche Veranstaltungen abgesagt. Das öffentliche Leben wird immer mehr eingefroren. Stand 28. Mai hatten sich 597 Bürger infiziert, sachsenweit sind es mindestens 5236. Über vier Fünftel sind geheilt.

Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.
Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.  © Holger Baumgärtner

Die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie sowie die Versuche, diese einzudämmen, haben immer mehr Einfluss auf die Menschen sowie das gesellschaftliche Leben in Leipzig.

Ab Montag (20. April) hat Sachsen als bis dato erstes Bundesland eine Maskenpflicht für den ÖPNV und Einzelhandel eingeführt. Zuwiderhandlungen haben ein Bußgeld zur Folge. Alle Infos dazu gibt's ausführlich >>>hier

Nachdem seit Mitte März zahlreiche Geschäfte, Unternehmen und Institutionen schließen mussten, gab es ab dem 4. Mai einige erste Lockerungen bezüglich Friseuren, Kosmetiksalons, Museen, Bibliotheken, Zoos und Spielplätze. Ab Freitag, dem 15. Mai, haben auch Fitnessstudios, Kinos und weitere Freizeiteinrichtungen wieder geöffnet - allerdings unter strengen Hygiene- und Schutzauflagen. 

Stand Donnerstag (28. Mai) gibt es in der Messestadt 597 bestätigte Fälle. Viele Hundert Menschen befanden oder befinden sich noch immer in häuslicher Quarantäne, der überwiegende Teil der Infizierten gilt aber als geheilt.

Über alle weiteren Entwicklungen werdet Ihr in unserem Ticker informiert.

Alle aktuellen Infos aus Deutschland und der Welt auch im großen +++ Coronavirus-Liveticker +++

UPDATE, 29. Mai, 14 Uhr: Medizinische Ausrüstung am Flughafen Leipzig angekommen

Eine Frachtmaschine brachte als Ergebnis einer Kooperation zwischen einet vietnamesischen Unternehmergruppe und den Sana-Kliniken medizinische Schutzausrüstung nach Mitteldeutschland. Freitagmittag landete die Maschine am Flughafen Halle/Leipzig. 

Freitagmittag landete die Maschine aus dem Vietnam am Flughafen Halle/Leipzig.
Freitagmittag landete die Maschine aus dem Vietnam am Flughafen Halle/Leipzig.  © News5

UPDATE, 29. Mai, 10 Uhr: Kurse an Volkshochschule Leipzig laufen wieder an

Die Volkshochschule Leipzig öffnet nach fast elf Wochen coronabedingter Pause am Dienstag, dem 2. Juni, wieder ihre Pforten. Die Umsetzung des geforderten Infektions- und Hygienekonzeptes laufe aktuell auf Hochtouren und sei bis dahin abgeschlossen, so die Einrichtung. Nicht alle Kurse werden jedoch stattfinden können. Mehr Informationen findet Ihr >>>hier

Nicht alle Kurse können im verbleibenden Sommersemester an der VHS Leipzig stattfinden. (Symbolbild)
Nicht alle Kurse können im verbleibenden Sommersemester an der VHS Leipzig stattfinden. (Symbolbild)  © 123RF/chamillewhite

UPDATE, 28. Mai, 19.44 Uhr: Gedenken an Sprengung der Leipziger Unikirche 2020 digital

Wegen der Corona-Pandemie ist das Gedenken an die Sprengung der Leipziger Universitätskirche St. Pauli in diesem Jahr digital

Für die Erinnerung an diesem Samstag (30. Mai) werde eigens eine Website freigeschaltet, wie die Universität Leipzig mitteilte. In einem Video werde Rektorin Beate Schücking an den "barbarischen Akt" vor 52 Jahren erinnern, der der Universität "ihr historisches, geistliches und akademisches Herz" genommen habe. 

Zu hören ist zudem der Klang der 350 Jahre alten restaurierten Universitätsglocke, die wie andere wertvolle Kunstgegenstände gerettet wurde und nun am 2017 eröffneten Paulinum jeweils am Jahrestag läutet.

Die völlig intakte Universitätskirche St. Pauli war auf Geheiß der SED-Führung und Beschluss der Stadtverordneten am 30. Mai 1968 gesprengt worden. An ihrem Platz steht das 2017 eröffnete Paulinum als Aula und Universitätskirche St. Pauli.

UPDATE, 28. Mai, 14.20 Uhr: Über 98.000 Euro Bußgelder in Leipzig wegen Corona-Verstößen verhängt

Leipzig hat wegen Verstößen gegen die Corona-Auflagen bislang Bußgelder in Höhe von rund 98.000 Euro verhängt. Einen entsprechenden Bericht der "Leipziger Volkszeitung" bestätigte Stadtsprecher Matthias Hasberg auf Anfrage. Demnach gingen bislang etwa 1600 Anzeigen bei Ordnungsamt der Stadt Leipzig ein, sachsenweit seien es rund 6500, schreibt die Zeitung.

Zu den Ordnungswidrigkeiten, die von den Behörden verfolgt werden, gehören unter anderem nicht genehmigte Partys, nicht eingehaltener Mindestabstand oder verbotene Heimbesuche.

Update, 28. Mai, 14.10 Uhr: Hallenbäder und Sportstätten öffnen bald wieder

Alle Sportstätten und Hallenbäder in Sachsen dürfen ab 6. Juni mit Inkrafttreten der neuen Corona-Schutz-Verordnung wieder öffnen.

Allerdings müssen Hygienekonzepte erstellt und befolgt werden. Publikum ist weiterhin nicht zugelassen. Mindestabstände sind hingegen nicht mehr erforderlich. Das teilte Sportminister Roland Wöller (49, CDU) am Donnerstag mit. Hallenbäder brauchen ein von den Kommunen genehmigtes Hygienekonzept.

Die Fachverbände müssten sportartspezfische Hygienekonzepte erstellen. Damit gebe es mehr Eigenverantwortung für Sportler und Vereine, so Wöller.

Ab dem 6. Juni werden auch Hallenbäder wieder geöffnet. (Symbolbilder)
Ab dem 6. Juni werden auch Hallenbäder wieder geöffnet. (Symbolbilder)  © ammentorp/123 RF

UPDATE, 28. Mai, 7.45 Uhr: Runder Tisch zu Corona-Beschränkungen

In Sachsen werden die Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie deutlicher zurückgeschraubt als in vielen anderen Bundesländern. Da diese Maßnahmen kontrovers diskutiert werden, lädt Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Donnerstag (17.45 Uhr) zu einem Runden Tisch in die Staatskanzlei nach Dresden.

Gemeinsam mit Experten aus den Bereichen Medizin, Pflege und Verwaltung sowie Vertretern aus Wirtschaft und Kultur und Bürgern soll ein konstruktiver Austausch stattfinden. Mehr dazu >> hier.

Am Donnerstagabend berät sich Ministerpräsident Kretschmer in Dresden.
Am Donnerstagabend berät sich Ministerpräsident Kretschmer in Dresden.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 28. Mai, 6.30 Uhr: Touristen aus anderen Bundesländern dürfen wieder nach Sachsen-Anhalt

Nach einer knapp einwöchigen Testphase mit einheimischen Touristen dürfen die Hotels in Sachsen-Anhalt ab Donnerstag wieder Gäste aus ganz Deutschland beherbergen. "Es fährt jetzt langsam alles wieder hoch", sagte die Geschäftsführerin des Tourismusverbands Sachsen-Anhalt, Bärbel Schön. Der Probelauf mit den Gästen aus dem eigenen Land habe gut funktioniert, Hygiene- und Sicherheitskonzepte sich bewährt, sagte Schön. Das zeigten auch die nach wie vor niedrigen Infektionszahlen im Land. "Sachsen-Anhalt steht weiterhin fabelhaft da", sagte Schön.

Und die Touristiker haben das Geschäft mit den Deutschen dringend nötig: Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurde die vorherige Erfolgsserie der Tourismuswirtschaft im ersten Quartal dieses Jahres durch die Pandemie jäh unterbrochen. So brach die Zahl der Gäste im März im Vergleich zum Vorjahresmonat um gut die Hälfte (52,6 Prozent) auf 108.600 ein. Die rund 1030 Beherbergungsbetriebe ab zehn Betten meldeten demnach von Januar bis März 17 Prozent weniger Gäste und 13,4 Prozent weniger Übernachtungen als im Vorjahreszeitraum. Allein im März gab es in Sachsen-Anhalt 44,5 Prozent Übernachtungen weniger als 2019.

Von der Krise betroffen seien alle Betriebe der Tourismusbranche, die größten Einbußen an Gästen und Übernachtungen hatten im März dieses Jahres in Sachsen-Anhalt vor allem Ferienzentren und Jugendherbergen, aber auch in Hotels blieben Gäste aus.

Vor allem Jugendherbergen und Ferienzentren litten unter den Schließungen. (Symbol)
Vor allem Jugendherbergen und Ferienzentren litten unter den Schließungen. (Symbol)  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

Update, 27. Mai, 20.54 Uhr: Corona-Zahlen für Sachsen

In Sachsen hat es bislang mehr als 5000 Corona-Fälle gegeben. Über 4.700 Personen gelten inzwischen als geheilt.

Grafischer Verlauf der Coronavirus-Infektionen in Sachsen.
Grafischer Verlauf der Coronavirus-Infektionen in Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 27. Mai, 12.54 Uhr: Sachsen startet Corona-Soforthilfe für soziale Organisationen

Soziale Organisationen in Sachsen bekommen eine Corona-Soforthilfe. In Not geratene Einrichtungen sozialer Träger können ab sofort Geld bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) beantragen, teilte das Kreditinstitut am Mittwoch mit. Je nach Anzahl der Beschäftigten und Bedarf können die Organisationen gestaffelt eine Einmalzahlung von bis zu 30.000 Euro erhalten.

Neben sozialen Einrichtungen fast aller Bereiche und Tierschutzorganisationen sollen auch Jugendübernachtungsstätten, Familienferienstätten sowie Ehrenamtliches Engagement und Freiwilligendienste gefördert werden. So können laut SAB zum Beispiel Jugendherbergen mit bis zu 500 Euro pro Bett unterstützt werden.

Die Fördergelder sollen dazu dienen, Liquiditätsengpässe unter anderem bei Mieten, Personalkosten oder Krediten in drei aufeinanderfolgenden Monaten abzudecken.

Ausgenommen von der Sofortförderung sind alle Organisationen, die nicht in die Zuständigkeit des Sozialministeriums fallen. Dies betrifft unter anderem Sport, Katastrophenschutz, Kunst und Kultur oder auch Umwelt.

UPDATE, 27. Mai, 12.10 Uhr: 25 Millionen Euro für bis zu 40.000 Laptops, Tablets & Co.

25 Millionen Euro will Sachsen in bis zu 40.000 Laptops, Notebooks und Tablets stecken.
25 Millionen Euro will Sachsen in bis zu 40.000 Laptops, Notebooks und Tablets stecken.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Sachsen stattet seine Schulen in den kommenden Monaten mit mehreren Tausend Laptops, Notebooks und Tablets aus. 

Wie das Kultusministerium am Mittwoch mitteilte, erhält der Freistaat dafür 25 Millionen Euro aus dem insgesamt 500 Millionen Euro umfassenden Sofortausstattungsprogramm des Bundes. Kultusminister Christian Piwarz (CDU) könne die Zusatzvereinbarung unterzeichnen. Diese sei eine Ergänzung zum "DigitalPakt Schule 2019 bis 2024".

Die Geräte sollen Schülern zur Verfügung gestellt werden, die nicht über Laptop, Tablet oder Computer verfügen. So solle sichergestellt werden, dass sie am Online-Unterricht zu Hause teilnehmen können, wenn wie in der Corona-Krise kein oder nur ein eingeschränkter Präsenzunterricht stattfinden kann. "Das Programm leistet damit einen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit", teilte das Ministerium mit.

Die Gelder sollen den Angaben zufolge möglichst unkompliziert und bald an die Schulträger weitergegeben werden. Rechnerisch könnten mit dem Fördergeld rund 30.000 bis 40.000 mobile Geräte angeschafft werden, hieß es. "Neben Laptops, Notebooks und Tablets sollen auch Software-Programme für das digitale Lernen einschließlich notwendiger Schulungen für Lehrer gefördert werden."

Derzeit werde eine Förderverordnung erarbeitet. "Das Kultusministerium zielt auf ein möglichst unbürokratisches Verfahren, damit den Schulen die Geräte zu Beginn des neuen Schuljahres zur Verfügung stehen", so das Ministerium.

Titelfoto: News5

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