Coronavirus in Leipzig: Was ist mit der Abstandsregelung auf Spielplätzen?

Leipzig - Leipzig in der Corona-Krise. Die Zahl der Neuinfektionen steigt nur noch langsam, die Maßnehmen werden immer mehr gelockert und somit kehrt auch das öffentliche Leben zunehmend in die Stadt zurück. Stand 14. Juli hatten sich 630 Bürger infiziert, sachsenweit sind es mindestens 5469. Der überwiegende Teil ist geheilt.

Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.
Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.  © Holger Baumgärtner

Zwar sind die Auswirkungen der Corona-Epidemie noch immer auch in Leipzig spürbar. Zahlreiche Maßnahmen und Regelungen zur Bekämpfung des Virus wurden mittlerweile jedoch wieder gelockert. Eine Übersicht findet Ihr hier

So gilt zwar weiterhin eine Maskenpflicht im ÖPNV und in Geschäften. Sowohl große als auch kleine Läden sowie Einkaufszentren haben jedoch wieder geöffnet. Das gleiche gilt für Bibliotheken, Bars, Cafés, Fitnessstudios und andere Einrichtungen, wobei stets mit der Beachtung bestimmter Verhaltens- und Hygieneregeln verbunden ist.

Der Grund für die Lockerungen ist klar: Die Zahl der Neuinfektionen steigt deutlich langsamer. Die Daten sehen offenbar so gut aus, dass Sachsens Landesregierung für Juni einen Paradigmenwechsel bei der Neu-Regelung der Corona-Maßnahmen angekündigt hat, sollten sich diese so weiter entwickeln (TAG24 berichtete).

Stand Dienstag (14. Juli) gibt es in der Messestadt 630 bestätigte Fälle. Viele Hundert Menschen befanden sich in häuslicher Quarantäne, der überwiegende Teil der Infizierten gilt aber als geheilt. 

Über alle weiteren Entwicklungen werdet Ihr in unserem Ticker informiert.

Alle aktuellen Infos aus Deutschland und der Welt auch im großen +++ Coronavirus-Liveticker +++

UPDATE, 14. Juli, 15.25 Uhr: Erstmals Corona-Infektion in Gefängnis in Sachsen-Anhalt festgestellt

In Magdeburg ist erstmals in einem Gefängnis eine Corona-Infektion festgestellt worden. Der Untersuchungshäftling befinde sich in Quarantäne in der Krankenabteilung der Justizvollzugsanstalt Burg und zeige keine Symptome, teilte das Justizministerium am Dienstag in Magdeburg mit. Er sei am Freitag eingeliefert, separat untergebracht und später positiv auf das Virus getestet worden.

Eine Gefährdung von Bediensteten oder anderen Gefangenen werde auf Grund der Schutzmaßnahmen nicht befürchtet, so dass die Quarantäne sich nur auf den positiv getesteten Gefangenen erstrecke.

Mit diesem und einem weiteren Fall ist die Zahl der Corona-Infizierten nun insgesamt auf 1923 gestiegen, wie das Sozialministerium mitteilte. 1810 Infizierte gelten Schätzungen zufolge als genesen, 62 infizierte Patienten starben.

UPDATE, 14. Juli, 15.15 Uhr: Weitere Corona-Bestimmungen in Sachsen fallen

Ab Samstag gilt eine neue Corona-Verordnung in Sachsen. Sie sieht vor, dass ab Samstag Familienfeiern mit bis zu 100 Personen, Betriebs- und Vereinsfeiern mit bis zu 50 Teilnehmern sowie Tanzveranstaltungen von Tanzschulen und -vereinen erlaubt sind.

Auch Jahrmärkte und Volksfeste darf es wieder geben. Diese Feste dürfen bis 1000 Besucher auf einen Schlag haben, ab 1. September darf dann auch diese Grenze überschritten werden – wenn keine neuen Ausbrüche in Größenordnungen passieren.

Ab Ende der ersten Ferienwoche sollen außerdem Tests für Reiserückkehrer angeboten werden, die nach ihrem Auslandsaufenthalt an den Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden ankommen.

Maskenpflicht und Abstandsgebote bleiben bestehen.

Weitere Infos findet Ihr >>>hier.

UPDATE, 14. Juli, 8 Uhr: Corona-Pandemie: Ausnahmesituation in der Kinder- und Jugendhilfe

Die vergangenen Monate der Corona-Pandemie waren für viele Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe in Sachsen eine Ausnahmesituation. "Unsere Kinder und Jugendlichen unterlagen ja ebenfalls Kontaktverboten, Ausgangssperren oder Ausgang unter strengen Auflagen. Viele verschiedene Persönlichkeiten lebten mehrere Wochen 24 Stunden unter einem Dach - ohne Kontakte nach außen", sagte Christina S. Lumper, Vorstand der Stiftung Diakonie-Sozialwerk Lausitz. Unterricht zu Hause und Ganztagesbetreuung hätten die Mitarbeiter vor enorme Herausforderungen gestellt.

In Sachsen gibt es laut Sozialministerium 889 Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. Dahinter stehen insgesamt knapp 4900 Plätze, inklusive Angebote des betreuten Wohnens.

Viele Kinder und Jugendliche haben seit Wochen keinen Kontakt mehr außerhalb ihrer Einrichtungen gehabt. (Symbolbild)
Viele Kinder und Jugendliche haben seit Wochen keinen Kontakt mehr außerhalb ihrer Einrichtungen gehabt. (Symbolbild)  © 123RF serezniy

UPDATE, 13. Juli, 12 Uhr: Zwölf weitere Corona-Infektionen in Sachsen-Anhalt festgestellt

In Sachsen-Anhalt sind über das Wochenende weitere zwölf Corona-Infektionsfälle bestätigt worden. Wie das Sozialministerium am Montag mitteilte, waren im Land insgesamt 1921 Menschen betroffen. Nach Schätzungen sind 1807 Patientinnen und Patienten wieder genesen. 

Den Angaben zufolge sind 62 infizierte Menschen gestorben. Mit fünf Fällen wurden im Landkreis Mansfeld-Südharz die meisten neu bestätigt. Im Landkreis Harz und im Jerichower Land kamen je zwei Infektionsnachweise hinzu. In den Landkreisen Stendal und Wittenberg sowie in Magdeburg war es jeweils ein Fall.

UPDATE, 13. Juli, 11.30 Uhr: Landesuntersuchungsanstalt mit 5000 Corona-Proben am Tag

In der Landesuntersuchungsanstalt (LUA) werden im Zusammenhang mit Coronavirus-Infektionen aktuell mehr als 5000 Proben täglich analysiert. Die seit dem 1. Februar im Zuge der Pandemie etablierte Diagnostik stieg von zunächst 150 Proben täglich schrittweise an. 

Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) dankte bei der Vorstellung des Jahresberichts 2019 der Einrichtung am Montag in Dresden für die schnelle Reaktion auf das neuartige Virus sowie die "große Wachsamkeit" bei der Afrikanischen Schweinepest. 

Die Diagnostik zu deren Früherkennung erhöhte sich mit knapp 10.000 Wildschweinproben um 130 Prozent gegenüber 2018. "Wir haben es mit zwei ernsthaften Krisen zu tun, die noch lange nicht ausgestanden sind", sagte Köpping.

UPDATE, 13. Juli, 7.30 Uhr: Abstandsregelung auf Spielplätzen?

Nach wie vor gelten in Sachsen einige Hygienevorschriften zur Eindämmung des gefährlichen Coronavirus. Darunter zählt unter anderem die Einhaltung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zu anderen Menschen. Davon war zumindest am Sonntag auf dem Spielplatz an der Rennbahn Leipzig nicht viel zu sehen: Munter tobten die Kleinen auf den Spielgeräten. 

Vom Mindestabstand ist auf einem Spielplatz im Clara-Zetkin-Park reichlich wenig zu sehen.
Vom Mindestabstand ist auf einem Spielplatz im Clara-Zetkin-Park reichlich wenig zu sehen.
Auch die Erwachsenen scheinen die Hygienevorschriften nicht ganz ernst zu nehmen.
Auch die Erwachsenen scheinen die Hygienevorschriften nicht ganz ernst zu nehmen.

UPDATE, 12. Juli, 12.30 Uhr: Keine Infektionen mit Coronavirus in Halberstädter Kita

In einer Kita in Halberstadt hat sich im Zusammenhang mit der Corona-Infektion eines Kindes niemand mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert. Die Befunde aller mehr als 80 Tests vom Freitagvormittag seien negativ, sagte der Sprecher des Landkreises Harz, Manuel Slawig, am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Die Test waren nötig geworden, weil der Ehepartner und das Kind einer schon als infiziert bekannten Person sich ebenfalls angesteckt haben. Das Kind hatte bis Mittwoch die Halberstädter Kita besucht.

Am Freitag war vom Landkreis mitgeteilt worden, dass für 61 Kinder, 54 Erziehungsberechtigte und 11 Angehörige des Kita-Personals eine Quarantäne bis zum 18. Juli verhängt worden sei. Inwieweit diese jetzt weiter Bestand hat, blieb am Sonntag zunächst unklar. Slawig zufolge müsse das erst besprochen und dann kommuniziert werden.

UPDATE, 11. Juli, 10 Uhr: Pflegeberufe in Sachsen boomen - Corona-Krise steigert Wertschätzung

Das Interesse an den Pflegeberufen nimmt in Sachsen weiter zu. 

Laut der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit in Chemnitz haben im vergangenen Jahr 3600 Schulabgänger eine Ausbildung begonnen. Das waren gut 400 mehr als 2018

Mehr als jeder zweite (58 Prozent) entschied sich dabei für die Altenpflege als Fachgebiet. 

Derzeit werden in Sachsen 9088 Jugendliche in einem Pflegeberuf ausgebildet. Die Arbeitsagentur erwartet, dass der Zulauf anhält. 

Während der Corona-Krise habe die Wertschätzung zugenommen, sagte Sprecherin Kristin Huwe. Zudem haben die Neuregelungen der Ausbildung den Beruf attraktiver gemacht.

UPDATE, 10. Juli, 17.45 Uhr: Gewandhaus beginnt Saison mit angepasstem Spielplan

Das Gewandhausorchester beginnt seine 240. Saison mit angepasstem Spielplan.
Das Gewandhausorchester beginnt seine 240. Saison mit angepasstem Spielplan.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Das Leipziger Gewandhausorchester wird die 240. Saison mit einem der Corona-Pandemie angepassten Spielplan beginnen. Das ausgewählte Repertoire sei für eine kleinere Besetzung und passe in die derzeitige Situation, sagte Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons am Freitag bei der Vorstellung des Spielplans für September und Oktober. 

Schließlich darf das Orchester derzeit, statt mit bis zu 80 Musikern, lediglich mit 47 Musikern auftreten. Zwischen den Streichern sind zwei Meter Abstand vorgeschrieben, zwischen den Bläsern gar drei Meter.

Zur Saisoneröffnung am 12. September gibt es beim Großen Concert unter Andris Nelsons gleich ein Debüt. "Ich bin sehr gespannt auf Krystian Zimerman am Klavier, ein unglaublicher Künstler, der erstmals mit dem Orchester auftritt", sagte Nelsons. Zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven wird das 3. Klavierkonzert sowie die 5. Sinfonie gespielt.

Die Besucherzahl ist wegen der geltenden Abstandsregeln im großen Saal zunächst auf 487, von eigentlich 1900, reduziert, im Mendelssohn-Saal auf 114 von 450. Der Vorverkauf beginnt am kommenden Montag. "Wir hoffen, dass unsere Besucher unserem Hygienekonzept vertrauen", sagte Gewandhausdirektor Andreas Schulz.

UPDATE, 9. Juli, 13.40 Uhr: Sieben Neuinfektionen in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt verbreitet sich das neuartige Coronavirus weiter langsam. Von Mittwoch- auf Donnerstagvormittag wurden sieben Neuinfektionen erfasst, wie das Sozialministerium in Magdeburg mitteilte. 

Davon entfielen vier auf den Burgenlandkreis und je eine auf die Landkreise Börde, Harz und Mansfeld-Südharz. Landesweit sind damit bisher insgesamt 1907 Fälle registriert. 61 Infizierte sind bislang gestorben. 1797 Menschen, bei denen das Sars-CoV-2-Virus festgestellt wurde, gelten Schätzungen zufolge inzwischen als genesen.

Titelfoto: privat

Mehr zum Thema Leipzig:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0