Start-up-Märchen mit tödlichem Ende: Filmreife Unister-Story wird neu aufgerollt

Leipzig - Der Internet-Konzern Unister (ab-in-den-urlaud.de, fluege.de) galt einst als ostdeutsches Vorzeigeunternehmen. Denkt man heute an das Leipziger Start-Up, kommen einem hingegen wohl zuerst ein tragischer Flugzeugabsturz und die Insolvenz in den Kopf. MDR nimmt sich dem Thema im neuen Podcast "Ab in den Urlaub" an.

Im Podcast kommt unter anderem Dirk Rogl, der ehemalige Kommunikationschef von Unister, zu Wort.
Im Podcast kommt unter anderem Dirk Rogl, der ehemalige Kommunikationschef von Unister, zu Wort.  © MDR/Dennis Schubert

Zehn Jahre nach dem Flugzeugabsturz in Slowenien, der Unister-Gründer Thomas Wagner (†38) und seinen Geschäftspartner Oliver Schilling (†39) in den Tod riss, rollt ein MDR-Team den Fall rund um das Leipziger Start-Up neu auf.

In dem dreiteiligen Podcast kommen ehemalige Mitarbeitende zu Wort, wie etwa der einstige Kommunikationschef Dirk Rogl, aber auch anderweitige Wegbegleiter. So wird beispielsweise der Staatsanwalt Dr. Dirk Reuter interviewt, der nach dem Flugzeug-Crash und der darauf folgenden Insolvenz gegen 19 Chefs ehemaliger Unister-Gesellschaften ermittelt hatte.

"Mit diesem Podcast (...) blicken wir auf ein Stück spannende Zeitgeschichte im Osten, welches die Lebenskultur in ganz Deutschland nachhaltig veränderte", erklärte Hautpredaktionsleiterin Jana Cebulla das neue Projekt.

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Und weiter: "Wir erzählen von der Aufbruchstimmung der Nullerjahre, davon, wie Unister das Denken und Buchen bei Urlaubsreisen veränderte sowie das exemplarische Scheitern."

Ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter packen aus.
Ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter packen aus.  © MDR/Dennis Schubert
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Unister war für den Betrieb der Portale ab-in-den-urlaud.de und fluege.de verantwortlich.
Unister war für den Betrieb der Portale ab-in-den-urlaud.de und fluege.de verantwortlich.  © Peter Endig/dpa

MDR beschäftigt sich im Podcast "Ab in den Urlaub" mit Unister

Dr. Dirk Reuter ermittelte als Teil der Leipziger Staatsanwaltschaft gegen die Chefs ehemaliger Unister-Gesellschaften.
Dr. Dirk Reuter ermittelte als Teil der Leipziger Staatsanwaltschaft gegen die Chefs ehemaliger Unister-Gesellschaften.  © MDR/Dennis Schubert

Aus der Medienlandschaft war Unister mit ihren Ohrwurm-Werbespots lange nicht wegzudenken, konnte prominente Gesichter für sich gewinnen und galt als Paradebeispiel für "Silicon Valley made in Ostdeutschland".

Abseits der Augen der Öffentlichkeit brodelte es hinter den Kulissen ab 2011 allerdings gewaltig, das Unternehmen verstrickte sich immer mehr in ein Netz aus finanzieller Not, zwielichtigen Geschäften und negativem Feedback.

Der ehemalige Firmen-Anwalt Michael Hummel erinnert sich im Podcast: "Ich habe wegen der vielen Dinge, die ich damals gemacht habe, nach wie vor ein schlechtes Gewissen."

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Alle drei Folgen von "Ab in den Urlaub – Der Crash des Internet-Imperiums Unister" könnt Ihr ab Freitag, 6. März, in der ARD-Audiothek sowie auf weiteren Podcast-Plattformen anhören.

Titelfoto: Montage MDR/Dennis Schubert ; Peter Endig/dpa

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