Leipzig - Im Zusammenhang mit dem versuchten Anschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle suchen der Generalbundesanwalt und das Bundeskriminalamt nun mit einem KI-Bild nach einem Verdächtigen.
Zwei Tatverdächtige konnten demnach bereits identifiziert, eine weitere unbekannte Person ebenfalls mit der Attacke in Verbindung gebracht werden.
Die gesuchte Person soll zwischen dem 31. Juli und 4. August dieses Jahres im Umfeld zweier Orte unterwegs gewesen sein, die ebenfalls in Verbindung mit dem Anschlag stehen: dem Verbindungsweg zwischen Rabutz und Beuditz sowie dem Industriegebiet zwischen Radefeld und Lützschena.
An dem Verbindungsweg konnten die Ermittler einen mutmaßlichen Drohnenstartplatz lokalisieren, wie das BKA mitteilte. In der Nähe des Industriegebiets seien weitere mutmaßliche Tatmittel gefunden worden.
Der oder die Unbekannte soll im Umfeld der Orte mit einem E-Bike unterwegs gewesen sein.
"Besonders auffällig könnte die für den Hochsommer ungewöhnlich warme Kleidung der Person gewesen sein", so die Ermittler. "Sie trug eine dunkle lange Hose, eine dicke Jacke sowie schwarze Handschuhe und einen großen schwarzen Rucksack. Zudem war der Kopf mit einer Kapuze und einer tief ins Gesicht gezogenen Kappe (Base Cap) verdeckt."
Ermittlungsbehörden vermuten Russland hinter der Attacke
Die Behörden suchen nach Zeugen, die unbekannte Person in dem genannten Zeitraum im Umfeld der beiden Orte gesehen haben. Hinweise in Form von Bildern oder Videos können über das Hinweisportal des BKAs, per Mail über die Website der Behörde sowie unter Tel. 0611/5518777 abgegeben werden.
In der Nacht vom 4. zum 5. August wurde in der Nähe der ukrainischen Antonows auf dem Leipziger Flughafen eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt und später sichergestellt.
Die Ermittlungsbehörden gehen von einem gezielten Angriff aus, der offenbar fehlgeschlagen war. Vermutet wird, dass Russland hinter der Attacke steckt.