Einbrecher-Trio hatte (k)einen Plan: Dreiste Tresor-Diebe schlagen bei sächsischer Goldschmiedin zu
Leipzig - Wie blöd muss man sein?! Bei einem Einbruch in einem Goldschmiedegeschäft im Leipziger Westen hinterließen die Diebe nicht nur jede Menge DNA. Sie klauten einen Tresor und ließen sich beim Abtransport sogar von aufmerksamen Passanten knipsen.
Ladenbesitzerin und Goldschmiedin Sarah Gaus (37) ist der Einbruch immer noch in schlechter Erinnerung: "Die haben hier nicht mit DNA gegeizt. Es stand sogar noch eine benutzte Trinkflasche herum."
Offenbar hatten sich die drei mutmaßlichen Täter stundenlang in ihrem Werkstattladen "Palmendieb" in der Georg-Schwarz-Straße zu schaffen gemacht, ohne dass jemand etwas bemerkte.
Den Tresor wollten sie wohl ursprünglich knacken, luden ihn aber, als sie das nicht schafften, ins Auto. Außerdem zogen sie sich vermutlich am Tatort um, zumindest wurden dort leere Kleidersäcke gefunden.
All das reichte aus, um das Trio bereits am nächsten Tag dingfest zu machen. Allein der Stehlschaden liegt bei rund 30.000 Euro. Inzwischen liegt der Fall bei der Staatsanwaltschaft.
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Leipzig: Kriminalitäts-Anstieg um die Georg-Schwarz-Straße – Schwerpunkt aber weiter Eisenbahnstraße
Für Sarah Gaus war der schwere Diebstahl im Juli vergangenen Jahres bereits das dritte Delikt in ihrem Laden in relativ kurzer Zeit.
Wie die Polizei bestätigt, war im Stadtviertel in den Jahren 2022/23 ein spürbarer Anstieg der Kriminalität zu verzeichnen. Allein 2022 kam es zu zehn Ladendiebstählen, teilweise unter Gewaltanwendung, neun schweren Diebstählen in Gaststätten oder Hotels, 30 Fahrraddiebstählen und fünf Raubdelikten.
Vorläufiger Schlusspunkt war ein gesprengter Fahrkartenautomat Mitte Januar dieses Jahres.
Von einem Kriminalitätsschwerpunkt will man in der Polizeidirektion aber nicht sprechen. Der liege immer noch im Osten der Stadt rund um die Eisenbahnstraße, heißt es.
Lehren? Sarah Gaus: "Ich habe jetzt überall Kameras."
Titelfoto: Bildmontage: privat, Ralf Seegers

