Leipzig - Ein 26-Jähriger zockte einem Betrunkenen Sonntagmorgen am Leipziger Hauptbahnhof dreist sein Handy ab. Die Aktion blieb jedoch nicht unbeobachtet.
"Was zunächst wie eine freundliche Geste wirkte, entpuppte sich schnell als geschicktes Ablenkungsmanöver", erklärte die Bundespolizei.
Der Lybier hatte sich einen 37-Jährigen ausgesucht, der offensichtlich unter dem Einfluss von Alkohol stand und umarmte ihn immer wieder. Währenddessen griff er in die Hosentasche des Deutschen und schnappte sich das Handy.
Der 37-Jährige bemerkte den Diebstahl nicht, dafür aber eine Zeugin, die daraufhin die Polizei holte.
Der 26-Jährige war in der Zwischenzeit schon gegangen. Die Polizei startete eine Fahndung und bekam im Anschluss einen Hinweis auf seinen Aufenthaltsort.
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft führten die Beamten eine Durchsuchung in seinem Zimmer durch. "Das entwendete Telefon lag gut sichtbar auf einem Tisch und konnte sichergestellt werden", so Polizeisprecherin Luisa Liebold.
Der Bestohlene bekam sein Handy zurück und der Lybier eine Verfahren wegen des Verdachts des Diebstahls. Die Ermittlungen dauern weiter an.