Mordanschlag im Bordell! Polizei sucht nach brutalem Angriff diesen zerkratzten Psychopathen

Leipzig - Mordanschlag im Leipziger Rotlichtmilieu: Im Wohnungsbordell "Casa Bella" in Lindenau hat ein Freier versucht, eine Liebesdame zu erwürgen. Die Rumänin (26) konnte im letzten Moment von ihrem Partner gerettet werden. Die Polizei fahndet mit Videobildern nach dem Täter.

Dieses Haus hinterm Lindenauer Markt war jahrelang ein Wohnungsbordell. Am 31. Januar schloss das "Casa Bella". Zehn Tage zuvor kam es zu dem Überfall.
Dieses Haus hinterm Lindenauer Markt war jahrelang ein Wohnungsbordell. Am 31. Januar schloss das "Casa Bella". Zehn Tage zuvor kam es zu dem Überfall.  © Christian Grube

Ausgerechnet in der vorletzten Woche ihres langen Arbeitslebens hat Puffmutter "Mistress Brigitte" (70) noch einmal die Härte und Gefährlichkeit des Geschäfts zu spüren bekommen.

Wie die Polizei erst am Freitag informierte, klingelte ein Unbekannter am 21. Januar nachmittags an einem der Studios im "Casa Bella", die Leipzigs inzwischen pensionierte Grande Dame der gepflegten Züchtigung bis Ende Januar an freischaffende Kolleginnen vermietete.

Isabella* öffnete dem auffallend großen und dickbäuchigen Mann, der über seine rotblonden Haare eine Kapuze gezogen hatte. Die Liebesdame ließ den Freier ein. Doch noch ehe sie sich's versah, stürzte sich der Riese auf sie und begann, ihren Hals zu würgen.

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Offenbar gelang es der Frau noch, auf ihrem Handy die Wahltaste der Nummer ihres Partners zu wählen, der in der Nähe war. Der schaltete blitzschnell, trat die Tür des Studios ein und zerrte den Würger von seiner Frau, die bereits die Besinnung verloren hatte.

Eines der Studios im "Casa Bella". Das Interieur wurde Anfang Februar im Rahmen eines Räumungsverkaufs an andere Liebesdamen veräußert.
Eines der Studios im "Casa Bella". Das Interieur wurde Anfang Februar im Rahmen eines Räumungsverkaufs an andere Liebesdamen veräußert.  © Screenshot/YouTube/Casa Bella Leipzig
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Täter wird als gefährlicher Psychopath beschrieben

Der Tatverdächtige - dieses Bild schoss die Überwachungskamera unmittelbar vor dem Übergriff.
Der Tatverdächtige - dieses Bild schoss die Überwachungskamera unmittelbar vor dem Übergriff.  © Polizei Sachsen

"Das Opfer hat den Angriff überlebt und wurde ins Krankenhaus gebracht", erklärte Polizeisprecher Moritz Peters. Der Unbekannte habe fliehen können.

Der Freier wurde von der Geschädigten als "psychisch auffällig" beschrieben. Ihrer Aussage zufolge gab es vor dem Übergriff weder einen Streit um Bezahlung noch um Sex-Praktiken.

Die Polizei stufte den Fall als versuchtes Tötungsverbrechen ein und veröffentlichte am Freitag Bilder des Verdächtigen aus der Videoüberwachung im "Casa Bella". Wie aus Ermittlerkreisen zu erfahren war, sehen die Beamten eine akute Wiederholungsgefahr, sollte es sich tatsächlich um einen Psychopathen handeln.

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Was den Ermittlern weiterhelfen könnte: Der Täter war nicht nur auffallend groß (1,90 bis 2 Meter), sondern hat durch die Gegenwehr der Frau auch erhebliche Kratzspuren am Hals und im Gesicht davongetragen.

Die Polizei bittet um Mithilfe: Wer hat ab dem 21. Januar einen solch riesenhaften Mann mit rotblondem Haar, Brille, Drei-Tage-Bart und Kratzspuren gesehen. Bekleidet war er mit einer grün-weißen Kapuzen-Sweatjacke und dunkler Jogging-Hose mit Adidas-Streifen.

Fahndungs-Telefon: 0341/96646666. Aufnahmen der Überwachungskamera und Phantombilder sind auf der Webseite der Polizei zu finden.

*Name geändert

Titelfoto: Bildmontage: Christian Grube, Polizei Sachsen

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