Nach Großbrand auf Baustelle in Leipzig-Ost: Wurden die Täter mittlerweile geschnappt?

Leipzig - In der Nacht zum 3. Oktober 2019 richtete ein Brand auf einer Großbaustelle in der Prager Straße in Leipzig verheerenden Schaden an (TAG24 berichtete). Auf der linksorientierten Plattform Indymedia bekannten sich die vermeintlich Tatverdächtigen - um die Feuerteufel zu ergreifen, lobte das LKA in Leipzig ein Kopfgeld in Höhe von 100.000 Euro aus. Aber gab es denn mittlerweile schon den einen wichtigen Hinweis?

Zwei Autokräne standen am 3. Oktober 2019 in Flammen.
Zwei Autokräne standen am 3. Oktober 2019 in Flammen.  © Silvio Bürger

Seit dem Aufruf nach Zeugen seien bereits mehrere Hinweise eingegangen, berichtete ein Polizeisprecher des Landeskriminalamtes Sachsen auf TAG24-Anfrage hin. Davon habe jedoch keiner bislang zur Ergreifung des oder der Tatverdächtigen geführt. Trotzdem habe der Fall immer noch große Priorität.

"Die Soko LinX hat den Fall übernommen und führt umfangreiche Ermittlungen durch. Es wird weiterhin mit großer Intensität an der Aufklärung der Straftat gearbeitet", so der Sprecher. Da es sich um ein laufendes Ermittlungsverfahren handele, können jedoch keine weiteren Auskünfte gegeben werden, heißt es.

Um die Sicherheit auf der Baustelle an der Prager Straße nach der Brandstiftung zu gewährleisten, wurden im Rahmen präventiver Maßnahmen sicherheitstechnische Beratungen durchgeführt.

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Wie genau diese aussahen, ist nicht bekannt.

"Eine neue Qualität der Gewalt": Baustellen-Brand war einschneidendes Erlebnis

Die Bauarbeiten in der Prager Straße wurden in der Zwischenzeit wieder aufgenommen.
Die Bauarbeiten in der Prager Straße wurden in der Zwischenzeit wieder aufgenommen.  © Christian Grube

Kurz nach Mitternacht am 3. Oktober 2019 waren auf der Baustelle am ehemaligen Technischen Rathaus mehrere Gasflaschen explodiert, Baumaterial und zwei Autokräne wurden beschädigt. Die umliegenden Mehrfamilienhäuser mussten evakuiert werden, die Löscharbeiten dauerten bis zum nächsten Tag an.

Nach einem Bekennerschreiben auf Indymedia wurde die Soko Linx auf den Fall angesetzt. Genau einen Monat später wurde eine Mitarbeiterin der CC-Gruppe, die für die Baustelle in der Prager Straße zuständig war, von unbekannten Tätern in ihrer Wohnung aufgesucht und verletzt.

"Das ist eine neue Qualität der Gewalt, die den ganzen Rechtsstaat herausfordert - dieser Kampf kann nur aus der Mitte der Gesellschaft heraus geführt werden", begründete Wöller damals die Belohnung für wichtige Hinweise im Wert von 100.000 Euro.

Titelfoto: Silvio Bürger

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