Fünf Schwerverletzte bei Treppenhausbrand in Grünau - darunter zwei Kinder
Leipzig - Die Leipziger Feuerwehr rückte am späten Montagnachmittag zu einem Großbrand nach Grünau aus.
Gemeldet wurde der Vorfall um 16.15 Uhr, teilte Polizeisprecher Tom Erik Richter TAG24-Nachfrage mit. Demnach quoll aus den Fenstern des Treppenaufgangs eines Mehrfamilienhauses in der Jupiterstraße dichter Rauch.
Wie Einsatzleiter Torsten Kolbe von der Feuerwehr Leipzig erklärte, gingen nahezu gleichzeitig mehrere Notrufe bei der Integrierten Regionalleitstelle ein. "Wir wurden zunächst zu einem Treppenhausbrand alarmiert, haben dann aber aufgrund der Vielzahl der Notrufe schnell auf die Alarmstufe B3 – also Großbrand – erhöht", so Kolbe.
Nach Angaben des Einsatzleiters machten sich mehrere Bewohner an den Fenstern bemerkbar, da Rauch bereits in Wohnungen eingedrungen war.
Umgehend sei mit dem Löschen begonnen worden, weitere Kräfte seien angefordert worden. Die Feuerwehr rettete anschließend mehrere Personen mit sogenannten Brandfluchthauben aus den Wohnungen, weitere Betroffene wurden über Drehleitern aus dem Gebäude evakuiert.
Jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten direkt in dein Postfach.
- Lokale Nachrichten aus Leipzig & Umgebung
- Exklusive Hintergrundberichte
- Jederzeit abbestellbar
Fünf Menschen werden schwer verletzt - darunter zwei Kinder
Insgesamt wurden fünf Personen schwer verletzt, darunter zwei Kinder. Sie wurden zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Weitere 26 Hausbewohner wurden vor Ort medizinisch betreut.
Zeitweise waren laut Einsatzleiter Torsten Kolbe rund 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei im Einsatz. Auch ein Rettungshubschrauber landete auf einer nahegelegenen Wiese.
Nach ersten Erkenntnissen sei der Brand von im Hausflur befindlichen Gegenständen ausgegangen, darunter womöglich auch ein Kinderwagen. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen
Das gesamte Gebäude ist aktuell aufgrund der Rauch- und Brandgase nicht mehr bewohnbar. Für die betroffenen Mieter wird momentan eine Notunterbringung organisiert. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens lagen zunächst keine Informationen vor.
Erstmeldung vom 16. März, 17.33 Uhr, aktualisiert um 20.10 Uhr.
Titelfoto: EHL Media/Erik-Holm Langhof

