Rauch schneidet Fluchtweg ab: Feuerwehr rettet Bewohner aus Mehrfamilienhaus in Delitzsch
Delitzsch - Großeinsatz für die Feuerwehr am späten Freitagabend: Im Flur eines Mehrfamilienhauses in Delitzsch (Landkreis Nordsachsen) brach ein Brand aus und schnitt den Bewohnern damit den Fluchtweg ab.
"Der Notruf erreichte uns um 23.43 Uhr", sagte ein Feuerwehrsprecher auf TAG24-Nachfrage. Demnach brannte es in einem mehrstöckigen Wohnhaus in der Loberaue.
Die Feuerwehr habe daraufhin vorsorglich einen Massenanfall von Verletzten ausgelöst.
Wie TAG24 vom Ort des Geschehens erfuhr, quoll beim Eintreffen der Rettungskräfte dichter Rauch aus dem Treppenhaus und verhinderte damit, dass sich die Bewohner selbst in Sicherheit bringen konnten.
Mehrere Personen wurden daraufhin teils über Drehleitern aus den Wohnungen, teils unter Einsatz von Brandfluchthauben durch das verrauchte Treppenhaus evakuiert.
Insgesamt mussten laut der Polizei 18 Menschen wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung behandelt werden. Drei Männer (42, 24, 22) und vier Frauen (67, 59, 26, 17) sowie ein Kind (8) seien später in Krankenhäuser gebracht worden.
Jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten direkt in dein Postfach.
- Lokale Nachrichten aus Leipzig & Umgebung
- Exklusive Hintergrundberichte
- Jederzeit abbestellbar
Die Feuerwehr konnte den Brand, der im Bereich des Kelleraufgangs ausgebrochen war, schnell unter Kontrolle bringen. Nach ersten Erkenntnissen gingen die Flammen dabei von einem Stapel Kleidungsstücke aus. Erste Erkenntnisse deuten auf eine Brandstiftung hin. Die Kriminalpolizei ermittelt.
Titelfoto: Bildmontage/EHL
