Von Daniel Josling
Leipzig - Beim insolventen Leipziger Straßenbahnbauer HeiterBlick ist die Produktion wieder angelaufen.
"Die Kurzarbeit ist beendet", bestätigte ein Unternehmenssprecher. Nach Monaten der Unsicherheit kehrt damit schrittweise wieder ein regulärer Betrieb in die Werkhallen zurück.
Die wirtschaftliche Grundlage für die Rettung sei gelegt. Laut Sprecher sei "alles in trockenen Tüchern". Der Abschluss der Übernahme durch den polnischen Schienenfahrzeughersteller Pesa steht jedoch noch aus.
Das Gericht soll den Insolvenzplan voraussichtlich Mitte April bestätigen, anschließend folgt eine gesetzliche Einspruchsfrist für Gläubiger. Dann könnte der Eigentümerwechsel Ende Mai endgültig vollzogen werden.
Pesa hatte Anfang Januar angekündigt, Heiterblick vollständig zu übernehmen. Eine entsprechende Vereinbarung war bereits im Dezember unterzeichnet worden, der Abschluss wurde damals für das erste Quartal 2026 angestrebt.
Mit dem Einstieg des Investors sollen der Standort Leipzig gestärkt und die rund 250 Arbeitsplätze gesichert werden. Zudem ist geplant, die Produktion schrittweise auszubauen.