Sie überstand den 2. Weltkrieg: Dampflok "Lisa" startet am Auensee in neue Saison

Von Lutz Brose

Leipzig - Am Oster-Wochenende startete die Leipziger Parkeisenbahn in die neue Saison.

Pater Nikolaus Natke vom Dominikanerkloster St. Albert in Wahren gab "Lisa" ihren Segen.
Pater Nikolaus Natke vom Dominikanerkloster St. Albert in Wahren gab "Lisa" ihren Segen.  © Lutz Brose

Die Faszination Dampflok scheint ungebrochen. Selbst Regenschauer am Karfreitag trübten die Laune der Parkeisenbahner nicht. Sie selbst mussten ein bisschen staunen, weil trotzdem fast alle Züge voll besetzt waren.

Überhaupt scheint das Areal am Auensee, die grüne Lunge von Wahren, eine Renaissance zu erleben. Alle Wege, Wiesen, Spielplätze, Restaurants und Bistros rappelvoll. Und am Ostersonntag gab es sogar noch den Segen dazu.

Pater Nikolaus Natke vom Dominikanerkloster St. Albert in Wahren segnete Loks und Besucher.

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Im Mittelpunkt stand und steht Dampflok "Lisa", wie sie liebevoll genannt wird. Die Dampflokomotive mit der Kennung 03 002 wurde 1925 bei der Lokomotivfabrik Krauss & Comp. für die Deutsche Verkehrs-Ausstellung in München gebaut. Es erfolgten weitere Einsätze auf verschiedenen Messen.

Durch die Einlagerung mit zwei baugleichen Bahnen in einem Steinbruch bei Kamenz hat die Lok den 2. Weltkrieg nahezu unbeschadet überdauert. Nach Kriegsende wurde die Dampflok im VEB Baumechanik in Leipzig-Engelsdorf aufgearbeitet und 1950 erstmals bei der Kindereisenbahn Dresden wieder eingesetzt. Im August 1951 trat "Lisa" schließlich ihren Dienst am Auensee an.

Am Osterwochenende erfreute sich die Parkeisenbahn am Auensee größter Beleibtheit.
Am Osterwochenende erfreute sich die Parkeisenbahn am Auensee größter Beleibtheit.  © Lutz Brose

Im Jubiläumsjahr der Lok wird es einige Überraschungen geben, die der Verein aber noch nicht verrät.

Titelfoto: Lutz Brose

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