Großrazzia auf der Eisenbahnstraße: Drogen gefunden und Haftbefehle vollstreckt
Leipzig - Am späten Sonntagabend rückte die Polizei mit zahlreichen Einsatzkräften in die Leipziger Eisenbahnstraße zu einer Razzia aus. Am Montagnachmittag zogen die Behörden nun Bilanz.
Der Einsatz begann gegen 22 Uhr und dauerte bis in die Morgenstunden an. Bis 7 Uhr kam es zu Verkehrseinschränkungen zwischen Hermann-Liebmann-Straße und Torgauer Platz. Beide Fahrspuren waren vollständig gesperrt.
Im Fokus der Ermittlungen standen mehrere Geschäfte entlang der Eisenbahnstraße. Der Verdacht: Drogenhandel in nicht geringer Menge. Der Einsatz erfolgte im Auftrag der Staatsanwaltschaft Leipzig.
Bilder von vor Ort zeigten, dass die Polizisten, die auch vom Sondereinsatzkommando unterstützt wurden, die Läden absperrten und durchsuchten. Die Razzia erregte Aufsehen bei vielen Passanten, die auf den Fotos ebenfalls zu sehen sind.
Zeitlich gab es in der Hildegardstraße eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Beteiligten, bei der ein 24-Jähriger schwer verletzt wurde. Die Hintergründe sind noch unklar. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.
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Drogen gefunden und Haftbefehle vollstreckt
Wie die Polizei am Montagnachmittag mitteilte, wurden bei den Durchsuchungen neben rund vier Kilogramm Marihuana "weitere Mengen an synthetischen Drogen" festgestellt.
Zudem sei ein 52-jähriger Iraker zunächst vorläufig festgenommen, im Laufe des Vormittags jedoch auf Weisung der Staatsanwaltschaft wieder entlassen worden.
Laut Polizeisprecherin Susanne Lübcke sind während der umfangreichen Maßnahme zwei weitere Personen ins Visier der Ermittler geraten, die zur Fahndung ausgeschrieben waren: "Die Haftbefehle richteten sich zum einen gegen einen 22-Jährigen aus Algerien, der zur Abschiebung stand, und zum anderen gegen einen 37-jährigen Tunesier, der aufgrund eines Vollstreckungshaftbefehls in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert wurde", so Lübcke.
Im Zuge des Einsatzes seien zudem neun weitere Ermittlungsverfahren, etwa wegen Verstößen gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz, eingeleitet worden. "Von über 30 Personen wurden Identitäten festgestellt sowie mehr als 20 Platzverweise ausgesprochen", hieß es.
Erstmeldung: 8. Juni; 6.57 Uhr, aktualisiert um 17.23 Uhr.
Titelfoto: Bildmontage: Christian Grube; Silvio Bürger
