Haustür-Lieferung gestoppt: Paketdienstler trauen sich nicht mehr auf die Eisenbahnstraße

Leipzig - Als ob man in einen dunklen Wald voller Räuber geschickt wird. Wenn die Kurier-Fahrer der Paket-Lieferdienste in das Gebiet um die Eisenbahnstraße fahren, wissen sie nicht, was ihnen heute wieder blüht. DPD zog jetzt Konsequenzen und setzt die Haustür-Lieferung auf Sachsens gefährlichster Meile vorübergehend aus.

Heißes Pflaster für Paketfahrer: Leipzigs Eisenbahnstraße.
Heißes Pflaster für Paketfahrer: Leipzigs Eisenbahnstraße.  © Ralf Seegers

Unternehmenssprecher Peter Rey verweist auf die Fürsorgepflicht, "nachdem unsere Zustellerinnen und Zusteller in den vergangenen Wochen und Monaten vermehrt von bedrohlichen Situationen und tätlichen Übergriffen berichtet haben."

Die Polizei bestätigt die steigende Anzahl von Eigentumsdelikten gegenüber Lieferdiensten.

Es geht aber nicht nur um gestohlene Pakete aus aufgebrochenen Fahrzeugen.

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Obwohl die Eisenbahnstraße Sachsens einzige Waffenverbotszone ist, schauen die Fahrer mitunter auf eine gezückte Klinge oder in eine Pistole.

DPD hat Konsequenzen gezogen: Die Ware wird nun zu verschiedenen Paketshops gebracht.
DPD hat Konsequenzen gezogen: Die Ware wird nun zu verschiedenen Paketshops gebracht.  © imago images/Ralph Peters
Die Leipziger Eisenbahnstraße ist Sachsens einzige Waffenverbotszone - dennoch kommt es zu Übergriffen auf Paketfahrer. (Symbolbild)
Die Leipziger Eisenbahnstraße ist Sachsens einzige Waffenverbotszone - dennoch kommt es zu Übergriffen auf Paketfahrer. (Symbolbild)  © Anawt Sudchanham

DPD bringt die Ware nun zu verschiedenen Paketshops und bittet die Bevölkerung in einem Flyer um Verständnis.

Titelfoto: Montage: Ralf Seegers; Anawt Sudchanham; imago images/Ralph Peters

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