Hunderte Demonstranten ziehen durch Leipzig: Polizist in Klinik
Leipzig - Großeinsatz der Polizei am Dienstagabend: Nach den jüngsten Auseinandersetzungen im Norden Syriens zogen auch in Leipzig Demonstranten durch die Straßen, wobei Beamte teilweise eingreifen mussten.
Die angemeldete Versammlung mit zunächst rund 300 Personen startete laut Polizeisprecher Chris Graupner kurz nach 18 Uhr am kleinen Willy-Brandt-Platz vor dem Hauptbahnhof.
Gegen 18.40 Uhr habe sich der Aufzug schließlich in Bewegung gesetzt, zog samt Bannern, Fahnen und Lautsprechern über den Augustusplatz und den Georgiring in Richtung Eisenbahnstraße.
"Zwischenzeitlich wuchs die Teilnehmerzahl bis auf 750 an", so Graupner weiter.
Es wurden insgesamt fünf Straftaten aus dem Aufzug heraus von der Polizei aufgenommen, darunter "Sachbeschädigung, Körperverletzung und Landfriedensbruch gegen Personen und Sachen außerhalb der Versammlung". Dabei sei ein Polizist verletzt und in der Folge in einer Klinik medizinisch versorgt worden.
Die Abschlusskundgebung fand ab 20 Uhr in der Hedwigstraße statt. Insgesamt waren mehr als 100 Beamte im Einsatz.
In ganz Deutschland fanden am Dienstag pro-kurdische Demonstrationen statt. Während es beispielsweise auch in Dresden ruhig blieb, kam es in Dortmund zu massiven Ausschreitungen, bei denen sieben Polizisten Verletzungen erlitten haben.
Titelfoto: Silvio Bürger
