Bluesrock-Ikone Beth Hart: Volle Parkbühne erlebt Wahnsinns-Show!

Von Christian Grube

Leipzig - Auf dieses Konzert mussten die Leipziger lange warten. Die Bluesrock-Ikone Beth Hart (54) gab sich auf der Parkbühne im Clara-Zetkin-Park die Ehre. TAG24 war dabei.

Bluesrock-Ikone Beth Hart (54) performte eine breite Auswahl ihrer Hits.  © Christian Grube

Das Ensemble nahe der Rennbahn Scheibenholz ist mit rund 2300 Besuchern bis auf den letzten Platz gefüllt, als Beth Hart gemeinsam mit ihren drei Bandmitgliedern die Bühne betritt. Sofort fühlt es sich an, als würde sich die Parkbühne in einen Bluesclub irgendwo in den Südstaaten verwandeln.

Mit "If I Tell You I Love You" beginnt das Konzert äußerst bluesig – und sofort wird klar: Beth Hart singt ihre Musik nicht einfach, sie fühlt und lebt sie. Jeder Akkordwechsel, jedes Solo lässt sich an ihrer Körpersprache ablesen.

Gleichzeitig ist ihre Band weit mehr als bloße Begleitung – sie ist eine musikalische Familie. Während eines Gitarrensolos setzt sich Hart vor ihren Gitarristen auf den Bühnenboden und lässt die Musik auf sich wirken. Es ist dieser berühmte Mojo-Faktor.

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Kein Konzert von Beth Hart gleicht dem anderen. Zwar gibt es eine gedruckte Setlist, doch von dieser wird immer wieder abgewichen. Das dürfte einen einfachen Grund haben: Hart spielt ihre Konzerte nach Gefühlslage. Vor fast 20 Jahren wurde bei ihr eine bipolare Störung diagnostiziert. Nach eigener Aussage half ihr die Musik dabei, ihre Gefühle auszudrücken und zu verarbeiten.

Das spürt man auch bei Songs wie "Learning to Live". In Leipzig spielte sie das Stück erstmals seit mehr als sechs Jahren wieder live. Die Nummer, die stellenweise stark an Alanis Morissette erinnert, verhalf Beth Hart einst zum Durchbruch in Europa.

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Die volle Parkbühne im Clara-Zetkin-Park war vom Auftritt begeistert.  © Christian Grube

2300 Zuschauer verabschieden Beth Hart unter großem Applaus

Harts Band ist weit mehr als bloße Begleitung – sie ist eine musikalische Familie.  © Christian Grube

Das Konzert besaß dabei eine spürbare Dramaturgie. Nach einem eher ruhigen Auftakt wurde es zunehmend rockiger. Zwischendurch wechselte Hart immer wieder ans Klavier und sorgte mit den ruhigeren Passagen für emotionale Momente, bevor der Abend auf ein krachendes Finale zusteuerte.

Hier war alles handgemacht – und genau das machte den Reiz des Konzerts aus. Zu den weiteren Songs gehörten unter anderem "Mean Old Men", "Setting Me Free" und "Pimp Like That", von denen einige gar nicht auf der ursprünglich gedruckten Setlist standen.

Nach mehr als zwei Stunden verabschiedete sich Beth Hart unter großem Applaus von den 2300 Zuschauern. Zuvor hatte sie mit Songs wie "Love is a Lie", dem druckvollen "Mean Old Men", dem hymnischen "Setting Me Free" oder dem rotzigen "Pimp Like That" eindrucksvoll gezeigt, wie groß ihre musikalische Bandbreite ist.

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Am Ende blieb ein Konzert, das weniger von Perfektion als von Authentizität lebte – genau das, was Beth Hart seit Jahren auszeichnet.

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