26 Angriffe in nicht mal drei Jahren: Café im Osten von Leipzig schließt

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Leipzig - Im September 2023 öffnete das Café "STAY – bleibdochnoch" auf der Dresdner Straße im Osten der Messestadt. Ende Juni soll Schluss sein. Grund dafür sind die wiederholten und teilweise heftigen Angriffe.

Bei den Angriffen wurden unter anderem auch die Fensterscheiben eingeschlagen. (Archivfoto)
Bei den Angriffen wurden unter anderem auch die Fensterscheiben eingeschlagen. (Archivfoto)

In den vergangenen Monaten seit der Eröffnung gab es insgesamt 26 Angriffe von Unbekannten, unter anderem durch Graffiti und eingeschlagene Fensterscheiben. Einer der heftigsten Anschläge ereignete sich in der Nacht auf den 25. Dezember 2025.

Bei einem Buttersäure-Angriff entstand ein Schaden von 20.000 Euro. Das Café startete eine Spendenkampagne.

Die immer wieder notwendigen Reparaturen, Instandsetzungen und damit verbundenen Schließungen belasten das Geschäft seit Monaten finanziell massiv. Deswegen habe man die schwierige Entscheidung getroffen, das "STAY" zu schließen.

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Zuerst berichtete darüber die evangelische Nachrichtenagentur IDEA unter Berufung auf Pastor René Wagner. Das Café wird von der "Zeal Church", eine in Mitteldeutschland aktive Freikirche, betrieben.

Kritiker werfen der Glaubensgemeinschaft unter anderem Queerfeindlichkeit und Verbindungen zu erzkonservativen Organisationen in den USA vor. Außerdem befürchten viele, dass die Einnahmen des Cafés an die Freikirche gehen würden, was Pastor Wagner 2024 gegenüber TAG24 dementierte.

Glaubensgemeinschaft übt auch Kritik an der Stadt

Auf religiöse Symbolik wurde im Café verzichtet, denn das Lokal sollte für alle offen sein. (Archivfoto)
Auf religiöse Symbolik wurde im Café verzichtet, denn das Lokal sollte für alle offen sein. (Archivfoto)

Auf der Plattform "indymedia" tauchten in den vergangenen Monaten Bekennerschreiben auf, weswegen die Angriffe überwiegend linken Aktivisten zugeschrieben werden.

Gegenüber "IDEA" kritisierte Wagner, dass die Stadt Leipzig die Vorfälle noch nicht öffentlich als Angriff auf die Religionsfreiheit gewertet habe.

Die Stadt Leipzig erklärte im Januar schriftlich, dass man Gewalt und Sachbeschädigung verurteile und ein Interesse daran habe, den Schutz aller religiösen Gemeinschaften zu stärken. Allerdings würden sich die Angriffe laut ihrer Ansicht nicht unmittelbar gegen die Religionsausübung richten.

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Die Glaubensgemeinschaft sieht hingegen Einschüchterungsversuche, beschrieb in einem Statement, dass die Mitarbeitenden sich bedroht und in ihrem Glauben und ihrer Freiheit eingeschränkt fühlen.

Auf die Arbeit der "Zeal Church" in Leipzig würde sich die Schließung des Cafés allerdings nicht auswirken.

Titelfoto: privat

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