Ende in Sicht! Mit dem Bau-Marathon im City-Tunnel geht es weiter
Leipzig - Insgesamt elf Rolltreppen und fünf Aufzüge will die Deutsche Bahn 2026 an den Stationen Bayerischer Bahnhof, Wilhelm-Leuschner-Platz und Leipzig Markt tauschen. Das Highlight der Erneuerungen entsteht dabei mit Europas längster Rolltreppe am Wilhelm-Leuschner-Platz. Verschont bleibt hingegen der Leipziger Hauptbahnhof, denn dort wurden die Rolltreppen bereits vor einigen Jahren getauscht.
Leipzig Markt
Los gingen die Maßnahmen in diesem Jahr am 5. Januar am Markt: Bis Mai soll hier die letzte von sechs Rolltreppen, aufwärts Richtung Hainstraße, ausgetauscht werden. Die anderen fünf wurden bereits erneuert. Schließlich müssen hier insgesamt elf Meter Höhenunterschied bewältigt werden!
Während der Arbeiten ist der barrierefreie Zugang weiterhin durch den Aufzug möglich.
Wenn die neue Rolltruppe einsatzbereit ist, wird dann ab Mai bis Herbst ebenfalls der in die Jahre gekommene Aufzug ausgewechselt. Die neue Kabine bietet dann 30 cm mehr Platz.
Reisenden mit Kinderwagen, schwerem Gepäck oder körperlichen Beeinträchtigungen wird in dieser Zeit empfohlen, die nächstgelegenen S-Bahn-Stationen zu nutzen: Hauptbahnhof tief oder Wilhelm-Leuschner-Platz.
Leipzig Bayerischer Bahnhof
Vom 19. Januar bis Mai sollen auch hier beide Rolltreppen ausgetauscht werden.
Sobald dieser Bauabschnitt erledigt ist, folgt der Tausch des Aufzugs am Eingang "Süd", Richtung Straße des 18. Oktober. In dieser Zeit ist der barrierefreie Zugang über den Aufzug am Eingang auf dem Bayerischen Platz möglich.
Im Anschluss folgt die Erneuerung des Aufzugs im Eingang auf dem Bayerischen Platz. Zu diesem Zeitpunkt sind die erneuerte Rolltreppe sowie der bereits ausgetauschte Aufzug wieder in Betrieb.
Bis Ende 2026 sollen die Bauarbeiten an dieser Station dann auch endgültig abgeschlossen werden.
Wilhelm-Leuschner-Platz
Die größte Herausforderung des Bau-Marathons im Leipziger City-Tunnel stellen die Arbeiten am Wilhelm-Leuschner-Platz dar. Aus den bisher eingesetzten acht Rolltreppen sollen am Ende vier werden, um die 20 Meter Höhenunterschied zu überwinden.
Dafür muss jedoch ab April das steinerne Zwischenpodest verschwinden, damit Europas längste Rolltreppe (55 Meter!) mit je einem fahrenden Mittelpodest bis Ende August Einzug halten kann.
Von April bis Juli soll zudem der Aufzug im Eingang auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz ausgetauscht werden. Der barrierefreie Zugang findet sich in dieser Zeit über den Aufzug am Eingang in Richtung Innenstadt/Peterstraße.
Die Rolltreppen im Eingang auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz sollen dann im Anschluss bis Ende 2026 ersetzt werden.
Stattfinden sollen die Arbeiten zumeist bei Nacht, Züge sollen währenddessen nicht ausfallen. Insgesamt werden knapp 12,5 Millionen Euro in das Bauvorhaben gesteckt. Finanziert wird das Mammutprojekt dabei durch den Bund und die Deutsche Bahn.
Titelfoto: Bildmontage/Silvio Bürger/

