Erwacht beliebtes Leipziger Ausflugslokal bald aus dem Dornröschenschlaf?

Von Lutz Brose

Leipzig - Im Oktober 2024 wurde in der Gaststätte "Zur Schäferei" am Silbersee, der offiziell als Stapelbecken Lößnig bezeichnet wird, das letzte Bier ausgeschenkt, die letzte Bratwurst auf den Grill gelegt und schließlich das Licht ausgemacht. Doch gibt es bald ein Comeback im Leipziger Süden?

Graffiti und ein Bauzaun schmücken das Gebäude.  © Lutz Brose

Seit der Schließung haben nur Graffiti-Sprayer Hand angelegt und Unkraut hat dort seinem Namen alle Ehre gemacht.

Im Rathaus haben jüngst die Zuständigkeiten gewechselt. Auf Anfrage teilt dazu die Stadt Leipzig mit: "Das Gebäude in der Siegfriedstraße 40, das bis Herbst 2024 als Gaststätte betrieben wurde, ist im April 2026 vom Amt für Stadtgrün und Gewässer in die Zuständigkeit des Liegenschaftsamtes übergegangen."

Weiter heißt es: "Ziel ist es, das Objekt wieder einer dauerhaften Nutzung zuzuführen. Zuvor sind jedoch Sanierungsarbeiten am Gebäude erforderlich. Umfang und Kosten dieser Maßnahmen müssen noch ermittelt werden."

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Angesichts der angespannten Haushaltslage dürften sich die Türen "Zur Schäferei" aber nicht so schnell wieder öffnen. Oder gibt es vielleicht doch noch Hoffnung?

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Der Biergarten ist verwildert.  © Lutz Brose

Gastronomie im Sommer denkbar?

Laut Stadt werde geprüft, "ob zumindest für die Sommermonate eine gastronomische Zwischennutzung im Außenbereich möglich ist. Erste Ideen sowie deren Umsetzbarkeit werden derzeit bewertet", so ein Sprecher abschließend.

Das Objekt befindet sich im Erholungspark Lößnig-Dölitz, der von 1982 bis 1989 als Tagebaufolgelandschaft angelegt worden ist.

Der Park wird in Fachkreisen wegen der großzügigen, fließenden Räume, größeren Gehölz- und Wasserflächen, aber auch hinsichtlich seiner Ausdehnung von 95 Hektar und mit Blick auf die Entstehungszeit als außergewöhnlich und einzigartig bezeichnet.

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