Leipzig - Vielen Reisenden dürfte in den vergangenen Tagen die erhöhte Präsenz von Sicherheitskräften in Zügen und Bahnhöfen aufgefallen sein. Im Rahmen eines bundesweiten Schwerpunkteinsatzes waren dabei täglich auch bis zu 100 Beamte der Leipziger Bundes- und Bereitschaftspolizei im Einsatz.
Ziel der Kontrollmaßnahmen sei es gewesen, präventiv "gegen für die Begehung von Gewalt- und Eigentumsdelikten relevante Personen und Gruppierungen" vorzugehen, heißt es in einer veröffentlichten Bilanz der Bundespolizeiinspektion.
Allein am Wochenende seien am Leipziger Hauptbahnhof insgesamt 622 Personen kontrolliert worden. Insgesamt seien dabei 18 Fahndungstreffer gelungen und neun Platzverweise erteilt worden.
"Außerdem wurden 14 Straftaten festgestellt, darunter Körperverletzungsdelikte, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie Verstöße gegen das Waffen-, Betäubungsmittel- und Aufenthaltsgesetz", sagte Polizeisprecherin Luisa Liebold.
Besonders krass: Bei der Kontrolle des Rucksacks eines 20-Jährigen fanden die Beamten zwei Messer, einen Schraubendreher und eine Axt! "Was der 20-Jährige mit den Gegenständen wollte, blieb unklar", so Liebold.
27-jähriger Einbrecher landet in der JVA
Später geriet dann ein 27-Jähriger im Regionalexpress 50 aus Dresden nach Leipzig ins Visier der Fahnder.
Bei der Überprüfung seiner Personalien hätten die Beamten festgestellt, dass der Mann mit Haftbefehl wegen versuchten schweren Wohnungseinbruchdiebstahls gesucht werde.
"Infolgedessen durfte dieser eine Nacht im Zentralen Polizeigewahrsam verbringen und wurde am folgenden Tag dem Amtsgericht Leipzig vorgeführt", erklärte die Polizeisprecherin.
Im Anschluss sei der Mann in die JVA Leipzig eingeliefert worden.
Die Bundespolizeiinspektion wertet die Maßnahme insgesamt als Erfolg und kündigte an, ähnliche Einsätze auch zukünftig in regelmäßigen Abständen durchzuführen.