Hausverbote für KiPPE-Verkäufer: Leipziger Straßenmagazin zieht Konsequenzen

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Leipzig - Mit dem Verkauf des Leipziger Straßenmagazins "KiPPE" können sich Menschen in sozialer Not ein wenig Geld hinzuverdienen. Doch genau diese Verkäufer erhielten im Frühjahr in mehreren Lokalen Hausverbot aufgrund von immer wieder auftretenden aggressiven Verhaltens. KiPPE kündigte an, zu handeln. Doch was hat sich seit den Vorwürfen im Frühjahr getan? TAG24 hat nachgefragt.

Im Café Luise soll es in der Vergangenheit mehrere negative Vorfälle mit KiPPE-Verkäufern gegeben haben.
Im Café Luise soll es in der Vergangenheit mehrere negative Vorfälle mit KiPPE-Verkäufern gegeben haben.  © TAG24/Nico Zeißler

"Die Lage hat sich deutlich beruhigt", bestätigte Projektleiterin und Redakteurin Sandy Feldbacher.

Nachdem unter anderem das Café Luise ein Hausverbot verhängt hatte, weil KiPPE-Verkäufer die Mitarbeiter angeschrien, bedroht und sogar angegriffen haben sollen, zog das Magazin seine Konsequenzen.

"Das Hauptproblem im Frühling ging von zwei ehemaligen Verkäufern aus, die sich mittlerweile nicht mehr in Leipzig aufhalten", so Feldbacher.

Leipzig: Crystal, Haschisch, Amphetamine: Teenie-Dealer (17) in Leipzig geschnappt
Leipzig Lokal Crystal, Haschisch, Amphetamine: Teenie-Dealer (17) in Leipzig geschnappt

Gehandelt wurde darüber hinaus auch bei vier weiteren Personen, die aufgrund von anderen Vorfällen vom Verkauf ausgeschlossen wurden.

KiPPE setze nun auf eine intensivere Vor-Ort-Betreuung sowie regelmäßige Gespräche mit Gastronomen und Verkäufern. Ebenfalls neu: Die Hefte sind mit den Nummern der jeweiligen Verkäufer versehen.

Deine täglichen News aus Leipzig

Jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten direkt in dein Postfach.

  • Lokale Nachrichten aus Leipzig & Umgebung
  • Exklusive Hintergrundberichte
  • Jederzeit abbestellbar
Deine Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuche es erneut.
Deine Anmeldung war erfolgreich. Bitte bestätige die E-Mail, die wir dir gesendet haben.
Mit deiner Anmeldung stimmst du unseren Datenschutzbestimmungen zu.

Trotz Konsequenzen: Nicht mit allen Betreibern konnte eine Lösung gefunden werden

Im Café Luise hängt das Schild mit dem Hausverbot für KiPPE-Verkäufer noch immer.
Im Café Luise hängt das Schild mit dem Hausverbot für KiPPE-Verkäufer noch immer.  © TAG24/Nico Zeißler

Während mit einigen Betreibern eine Lösung gefunden werden konnte, besteht das Hausverbot im Luise, dem Volkshaus und dem Feinkost Röseling weiterhin. "Am Killywilly wurde der Aushang entfernt, aber wir wissen nicht, ob damit das Hausverbot offiziell zurückgenommen wurde."

Neben Kommentaren auf Instagram gingen noch etwa fünf weitere Beschwerden bei KiPPE ein, "aber auch mehr als fünf positive Rückmeldungen über unsere Verkäuferschaft", ist es Sandy Feldbacher wichtig zu sagen.

Aktuell gebe es keine Beschwerden von gastronomischen Einrichtungen.

Titelfoto: Montage: TAG24/Nico Zeißler

Mehr zum Thema Leipzig Lokal: