Insolventer Straßenbahn-Hersteller gerettet

Von Daniel Josling

Leipzig - Beim insolventen Leipziger Straßenbahnbauer HeiterBlick ist ein entscheidender Schritt zur Rettung gelungen.

Die Arbeiten wurden im März wieder aufgenommen. (Archivfoto)  © Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/ZB

Die Gläubiger haben dem Sanierungsplan zugestimmt, wie das Unternehmen mitteilte. Damit ist der Weg frei für die Fortführung des Betriebs und die geplante Übernahme durch den polnischen Hersteller Pesa.

Über den Plan wurde am Amtsgericht Leipzig am Mittwoch abgestimmt. Er sieht eine umfassende Restrukturierung der finanziellen und betrieblichen Strukturen vor. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und die rund 250 Arbeitsplätze zu erhalten.

Das Eigenverwaltungsverfahren könnte nach Unternehmensangaben in den kommenden Wochen beendet werden. Der Abschluss der bereits im Dezember vereinbarten Übernahme durch Pesa ist daran gekoppelt.

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Mit der Integration in den polnischen Konzern soll ein gemeinsamer Anbieter für den deutschen und westeuropäischen Markt entstehen, der von Leipzig aus gesteuert wird.

Die Produktion bei HeiterBlick war zuletzt wieder hochgefahren worden, um bestehende Aufträge abzuarbeiten und neue zu gewinnen.

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HeiterBlick war im Frühjahr 2025 in die Krise geraten und hatte ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung durchlaufen. Hintergrund waren unter anderem gestiegene Kosten und Probleme in den Lieferketten. Mit dem Einstieg von Pesa soll der Standort Leipzig gestärkt und die Produktion perspektivisch ausgebaut werden.

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