Fluglärm live sehen: Flughafen Leipzig/Halle startet Online-Tool

Leipzig - Fluglärmgeplagte im Raum Leipzig/Halle können nun zumindest genau sehen, wer ihnen da gerade den Schlaf raubt oder beim Mittagessen nervt.

Deutlich zu sehen: Während von der nördlichen Start- und Landebahn ein Flugzeug abhebt, liegen die Messpunkte Papitz, Radefeld und Wolteritz nicht mehr im grünen Bereich.
Deutlich zu sehen: Während von der nördlichen Start- und Landebahn ein Flugzeug abhebt, liegen die Messpunkte Papitz, Radefeld und Wolteritz nicht mehr im grünen Bereich.  © Screenshot/TraVis

Der Airport arbeitet ab sofort mit dem Infotool "TraVis" zusammen, das auf der Website des Flughafens eingebettet ist (www.leipzig-halle-airport.de/travis).

Es zeigt für jeden Flug die Flugspur, Flugnummer, Flugzeugtyp, Flughöhe, Geschwindigkeit und Flugziel an. Das Besondere: Die flughafeneigenen Lärm-Messstellen sind eingebunden. Nähert sich ein Jet einer dieser Messstellen, wird sichtbar, wie der Lärmpegel dort auf welchen Dezibel-Wert steigt.

Aus Flugsicherungsgründen erscheinen die Daten allerdings mit einer zehnminütigen Verzögerung. Im Archiv stehen die Daten bis zu zwei Monate.

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"Mit Einführung der Software TraVis schaffen wir volle Transparenz für unsere Anwohner und werden unserem Anspruch gerecht, so umfassend wie möglich über Flugbewegungen und Lärmimmissionen zu informieren", verspricht Götz Ahmelmann (48), Chef der Mitteldeutschen Flughafen AG.

Die Fluglärm-Kommission des Airports hatte die Einführung von TraVis empfohlen.

Frachtmaschinen am Flughafen Leipzig. Sie dürfen zum Leidwesen der Anwohner auch nachts fliegen.
Frachtmaschinen am Flughafen Leipzig. Sie dürfen zum Leidwesen der Anwohner auch nachts fliegen.  © dpa/Sebastian Willnow
Götz Ahmelmann (48), Boss der Mitteldeutschen Flughafen AG.
Götz Ahmelmann (48), Boss der Mitteldeutschen Flughafen AG.  © Holm Helis

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