Leipzig in Geldnot? Arbeitslosigkeit steigt, Millionen fehlen: "Nun wird der Wind rauer"
Leipzig - Eine steigende Arbeitslosenquote und sinkende Einnahmen aus Gewerbesteuern beschäftigten Leipzig im Jahr 2025. Trotz deutlich unsicherere Zeiten blickt die Stadt eigenen Angaben zufolge der Zukunft positiv entgegen.
Dies ging aus dem nun veröffentlichten Wirtschaftsbericht für das Jahr 2025 hervor.
"In den vergangenen zehn Jahren kannten wir vor allem eine Richtung - nach oben", erklärte Clemens Schülke (CDU), Bürgermeister und Beigeordneter für Wirtschaft, Arbeit und Digitales.
Ganz so sei es mittlerweile nicht mehr. Die Arbeitslosenquote steigt seit Jahren kontinuierlich. Während sie 2023 noch bei 7 Prozent lag, waren es im vergangenen Jahr 8,4 Prozent.
Auch die Gewerbesteuereinnahmen sanken deutlich auf 504 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im Jahr zuvor waren es noch 663 Millionen.
Ein dicker Verlust in der Leipziger Kasse, der erst mal ausgeglichen werden muss. "Nun wird der Wind etwas rauer", bestätigte Schülke.
Doch es konnten auch positive Rückschlüsse gezogen werden. Zum Beispiel bei der Einwohnerzahl. Leipzig konnte sich auch 2025 steigender Beliebtheit erfreuen und so waren am Ende des Jahres 1030 mehr Menschen in der Messestadt wohnhaft gemeldet als im Vorjahr.
Stadt Leipzig ist stolz auf den Mittelstand
Besonders stolz sei man auf die mittelständischen Unternehmen, die in den vergangenen zehn Jahren um ein Drittel gewachsen seien. "Unser Mittelstand ist das Rückgrat unserer Wirtschaft. Dass er selbst in schwierigen Zeiten trägt, ist ein starkes Signal", lobt Schülke.
Trotzdem stellen die sinkenden Einnahmen die Stadt vor eine Herausforderung. "Wir müssen sparen - aber wir dürfen nicht aufhören zu investieren", formuliert Schülke den Zwiespalt.
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