Leipziger BMW-Werk wochenlang dicht: Darum stoppt die Produktion

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Von Daniel Josling

Leipzig - Wer künftig einen neuen Elektro-BMW fährt, könnte ihn aus Sachsen bekommen. Das BMW-Werk Leipzig bereitet sich derzeit auf die sogenannte "Neue Klasse" vor - die nächste Generation vollelektrischer Fahrzeuge des Konzerns. Dafür soll die Fabrik in diesem Sommer für mehrere Wochen umgebaut werden.

Petra Peterhänsel (60) leitet seit 2022 das BMW-Werk in Leipzig.
Petra Peterhänsel (60) leitet seit 2022 das BMW-Werk in Leipzig.  © Hendrik Schmidt/dpa

"Wir bereiten uns auf die "Neue Klasse" vor", sagte Werkleiterin Petra Peterhänsel (60). Während einer 5,5-wöchigen Produktionsunterbrechung werde das Werk umfangreich angepasst. Hintergrund seien neue technische Anforderungen der kommenden Fahrzeuggeneration.

Welche Modelle künftig konkret in Leipzig gebaut werden sollen, ließ BMW offen. Peterhänsel sagte, der Umbau werde den Standort grundsätzlich dafür befähigen, Fahrzeuge der "neuen Klasse" zu produzieren. 

Der Standort gilt als einer der Pioniere der Elektromobilität in Deutschland. Bereits 2013 startete in Leipzig die Produktion des vollelektrischen BMW i3.

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Heute läuft dort mit dem Mini Countryman nur ein rein elektrisches Fahrzeug vom Band. Betriebsratschef Jens Köhler hatte bereits Ende vergangenen Jahres den Wunsch geäußert, dass Leipzig künftig eine größere Rolle bei der Produktion von Elektroautos übernehmen soll.

Leipziger BMW-Werk rüstet sich für die Zukunft

Hier könnten bald die neuen Elektro-BMW entstehen. (Archivbild)
Hier könnten bald die neuen Elektro-BMW entstehen. (Archivbild)  © Jan Woitas/dpa

BMW hatte Ende 2025 angekündigt, einen dreistelligen Millionenbetrag in den Standort zu investieren. Das Geld fließt nach Unternehmensangaben in die Modernisierung von Anlagen und die Vorbereitung künftiger Fahrzeuggenerationen. Im Leipziger Werk arbeiten inzwischen mehr als 11.600 Menschen.

Der Ausbau erfolgt in einer Phase, in der die Elektromobilität für die ostdeutsche Autoindustrie immer wichtiger wird.

Nach Berechnungen des Automotive Cluster Ostdeutschland (ACOD) waren im vergangenen Jahr rund 60 Prozent aller in Ostdeutschland produzierten Autos reine Elektrofahrzeuge.

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Bundesweit lag der Anteil bei gut 40 Prozent. Neben den Werken von Tesla in Brandenburg und Volkswagen in Zwickau zählen auch BMW und Porsche in Leipzig zu den wichtigsten E-Auto-Standorten der Region.

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Für BMW markiert die "Neue Klasse" den nächsten Schritt beim Ausbau der Elektromobilität. Mit dem Umbau schafft das Leipziger Werk die Voraussetzungen, bei dieser Entwicklung künftig eine größere Rolle zu spielen.

Titelfoto: Bildmontage: Hendrik Schmidt/dpa; Jan Woitas/dpa

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