Leipzig - Die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft LWB treibt ihre Neubauvorhaben ordentlich voran. Neben den bereits begonnenen Baustellen sollen bis Ende des Jahres vier weitere Projekte folgen.
1200 Tonnen Stahl und 800 Kubikmeter Beton sind bereits in den Rohbau in der Johannisallee geflossen. In neun Sieben- bis Achtgeschossern sollen in Zentrumsnähe 202 neue Wohnungen entstehen.
Wie die LWB bekannt gab, plane man, mit 104 dieser Wohnungen mehr als die Hälfte im geförderten Bereich für 6,50 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter an Interessenten mit weißem Wohnungsberechtigungsschein zu vermieten.
"Die LWB zeigt mit ihrem aktuell größten Vorhaben in der Johannisallee, dass Neubau auch für bezahlbaren Wohnraum möglich ist", staunte auch Heike Will, Leiterin des Amtes für Wohnungsbau und Stadterneuerung.
Möglich sei dies dank des Förderprogramms "Gebundener Wohnraum" des Freistaats Sachsen, das ganze 6 Millionen Euro beisteuert, sowie der Zuschüsse in Höhe von etwa einer Million Euro durch die Stadt Leipzig.
Grünflächen und Photovoltaik-Anlagen: Was die Johannisallee zu bieten hat
"Mitte des nächsten Jahres können hier die ersten Familien einziehen", schilderte LWB-Geschäftsführerin für Wohnungswirtschaft Doreen Bockwitz. "Der Rohbau steht, jetzt geht es an den Innenausbau."
Zukünftig sollen Bewohner der Johannisallee zwischen Ein- bis Fünfraumwohnungen mit Balkon, Loggia oder Terrasse wählen können.
Abgesehen davon wolle man den Neubau durch zwei Gewerbeeinheiten sowie Räumlichkeiten für die Quartiersarbeit ergänzen. Das Dach soll zudem nicht nur mit einer ausgiebigen Begrünung, sondern auch mit Photovoltaik-Anlagen glänzen.
Auch für die Gestaltung des Innenhofs plane man eine Vielzahl an Grünflächen sowie Spielplätze, Tischtennisplatten und Aufenthaltsflächen inklusive Grill.
Doch bis das Projekt die ersten Bewohner beherbergt, gäbe es noch einiges zu tun. So seien in den nächsten Monaten unter anderem noch rund 1250 Fenster zu montieren, 1500 Innentüren zu verbauen und 170.000 Meter Stromkabel zu verlegen.
LWB im Baufieber: Noch vier weitere Projekte in Planung
Die Johannisallee sei derzeit zwar das größte aber bei Weitem nicht das einzige Vorhaben der LWB. Wie die Gesellschaft mitteilte, sei das Neubauprojekt eine von drei laufenden Baustellen.
So würde man aktuell in der Essener Straße 121 Wohnungen speziell für ältere Bewohner sowie 91 Wohnungen in der Wunderlichstraße bauen.
Des Weiteren sollen mit der Judith-Auer-Straße (97 Wohnungen), der Plovdiver Straße (50 Wohnungen), der Grünauer Allee (43 Wohnungen) und der Brambacher Straße (100 Wohnungen) noch in diesem Jahr vier weitere Projekte begonnen werden.
"Es ist natürlich herausfordernd, in diesem Tempo neu zu bauen. Zumal wir parallel auch stetig unsere Bestände weiter sanieren", erklärte Bockwitz.
"Aber wir wissen als kommunales Unternehmen natürlich um unsere Verantwortung, auch kostengünstigen Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Und dieser Verantwortung kommen wir gern nach."