Nach Undercover-Aktion in Leipzig: Darum wird ein Ferrari 488 Spider versteigert

Leipzig/Frankfurt am Main - In einer Undercover-Aktion beschlagnahmte die Polizei im September 2025 in einer Leipziger Tiefgarage einen Ferrari 488 Spider im Wert von circa 200.000 Euro. Vor wenigen Tagen tauchte das Fahrzeug auf einer offiziellen Auktionsplattform auf.

Die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt am Main führt die Ermittlungen in Zusammenarbeit mit der Gemeinsamen Finanzermittlungsgruppe AVALON und mehreren Polizeistellen. (Archivbild)  © Arne Dedert/dpa

Der Sportwagen wurde im September beschlagnahmt, weil dem damaligen Besitzer, ein 47-jähriger Rumäne, besonders schwere Hinterziehung von Umsatzsteuer vorgeworfen wurde.

Weitere Ermittlungen hatten ergeben, dass das Fahrzeug wohl in Leipzig verkauft werden sollte. Dahinter steckte wohl eine Betrügerbande.

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main sprach von einem umfangreichen Ermittlungskomplex, an dem mehrere Akteure beteiligt waren.

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"Gegenstand dieses Verfahrenskomplexes sind Ermittlungs- und Strafverfahren gegen über 100 Angehörige mehrerer miteinander verbundenen Großfamilien wegen des Verdachts von Betrugsdelikten und Steuerhinterziehungen im Zusammenhang mit Fahrzeughandel, Urkundenfälschungen, Sozialleistungsbetrug und Geldwäsche", erklärte Pressesprecher Dr. Fabian Hohl auf TAG24-Anfrage.

Der ehemalige Besitzer aus Frankfurt am Main wird unter anderem wegen banden- und gewerbsmäßiger Umsatzsteuerhinterziehung verdächtigt und soll mit hochwertigen Fahrzeugen im In- und Ausland gehandelt haben. Die Ermittlungen laufen.

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Ferrari wurde aus Kostengründen versteigert

Der Ferrari 488 Spider wird nicht mehr produziert und ist nur noch auf dem Gebrauchtwagenmarkt erhältlich. (Archivbild)  © Presse/Ferrari

Dass der Ferrari 488 Spider jetzt versteigert wurde, habe laut dem Pressesprecher vor allem finanzielle Gründe gehabt. Bis zu einem rechtskräftigen Verfahrensabschluss wäre die Unterbringung des Luxus-Autos mit "erheblichen Kosten" verbunden gewesen. Deswegen wurde es not veräußert.

Der Sportwagen wurde auf der offiziellen Plattform Justiz-Auktion.de veräußert. Das Startgebot lag bei 150.000 Euro. Die Auktion wurde am heutigen Donnerstag frühzeitig beendet. Der Grund dafür ist unbekannt. Das höchste Gebot lag da bei 174.6000 Euro.

"Eines der wesentlichen Ziele der Ermittlungsarbeit in dem Gesamtkomplex ist die schnelle und konsequente Abschöpfung von Gewinnen aus Straftaten", erklärte Dr. Hohl gegenüber TAG24.

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Bislang konnten mehr als 3,4 Millionen Euro an Vermögenswerten sichergestellt werden, darunter Immobilien, Fahrzeuge, Bargeld und Schmuck. Gegen 59 Personen wurden bereits Anklagen erhoben oder Strafbefehle beantragt und 42 Personen wurden bereits - teilweise rechtskräftig - zu Geld- und Freiheitsstrafen verurteilt.

"In der Summe verhängten hessische Gerichte in dem Verfahrenskomplex bislang Freiheitsstrafen von 59 Jahren und 6 Monate", so der Pressesprecher. Zusätzlich wurde die Einziehungen von Gewinn aus Straftaten in Höhe von über 2,3 Millionen Euro angeordnet.

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