Neue Hitzewelle, neue Tram-Ausfälle? LVB beziehen Stellung
Leipzig - Einen Monat, nachdem eine extreme Hitzewelle den Tram-Verkehr in Leipzig komplett lahmgelegt hatte, stehen der Messestadt mit bis zu 38 Grad erneut Ausnahmetemperaturen bevor. So bereiten sich die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) vor, um ein erneutes Fiasko zu vermeiden.
Während der nächsten Hitzeperiode werde das Schienennetz engmaschig kontrolliert und je nach auftretendem Problem verschiedene Maßnahmen eingesetzt, erklärten die LVB in einem Instagram-Beitrag.
"Dazu gehört zum Beispiel, die Fugen abzustreuen oder mit Wasser zu kühlen", hieß es. Darüber hinaus behalte man sich vor, einzelne Linien aus dem Netz zu nehmen und Strecken zu sperren sowie Busse von Gleisen fernzuhalten.
So viel zu den kurzfristigen Ansätzen. Für die Zukunft soll darüber hinaus ein langfristiger Hitzeplan erarbeitet werden. "Ziel ist es, auch bei extremen Temperaturen einen sicheren und möglichst stabilen Betrieb sicherzustellen."
Dazu stehen die LVB laut eigenen Aussagen im engen Austausch mit anderen Verkehrsbetrieben, die ebenfalls von Hitzeschäden betroffen waren. So soll nicht nur die Ursache herausgefunden, sondern eine geeignete Lösung für die Probleme entwickelt werden.
Über eine Länge von etwa 30 Kilometern quoll in Leipzig die dunkle und durch die Hitze zähflüssig gewordene Fugenmasse an den Gleisen heraus. Mithilfe vieler helfender Hände, unter anderem aus der Bevölkerung, konnten die betroffenen Strecken und Bahnen zügig gereinigt werden.
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Bis zum Winter sollen die Arbeiten an den Gleisen abgeschlossen und alle Abschnitte wieder verschlossen werden. Zusätzlich wurde ein Gutachter eingeschaltet, dieser wird voraussichtlich Ende August ein erstes Fazit abgeben.
Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa
