Für mehr Zusammenhalt: Tausend Leipziger setzen Zeichen nach Anschlag beim Berliner CSD

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Leipzig - In der Messestadt ist die Anteilnahme nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag im Umfeld des Christopher Street Days (CSD) in Berlin groß.

Hunderte Menschen beteiligten sich an der stillen Mahnwache.
Hunderte Menschen beteiligten sich an der stillen Mahnwache.  © EHL Media / Björn Stach

Rund tausend Teilnehmende kamen laut den Veranstaltenden am Montagabend zu einer vorher angekündigten stillen Mahnwache auf den Leipziger Markt.

Die Verantwortlichen des Leipziger CSD hatten vorab betont, dass Zusammenhalt nun wichtiger denn je sei. Man wollte zudem einen Raum schaffen, um Solidarität zu zeigen und gemeinsam zu trauern.

"Wir haben heute gezeigt, dass wir EINE Community sind, die auch in so schweren Zeiten eng zusammensteht", sagte Jasmin Gräwel, Sprecherin des CSD Leipzig am Montagabend in einer Pressemitteilung.

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Gräwel betonte: "Wir werden nicht leiser! Liebe ist stärker als Hass!"

Am Alten Rathaus wurde die sogenannte "Intersex Inclusive Pride"-Flagge gehisst, zahlreiche Menschen hatten Plakate gefertigt und sich in Regenbogenfarben gehüllt.

Der Kampf für Vielfalt geht weiter

Viele brachten Blumen und Kerzen mit, um den Opfern zu gedenken.
Viele brachten Blumen und Kerzen mit, um den Opfern zu gedenken.  © EHL Media / Björn Stach

Wie ein TAG24-Reporter von vor Ort berichtete, haben mehrere Teilnehmende die Sorge geäußert, dass Großveranstaltungen zunehmend zu Angriffszielen werden könnten. Gleichzeitig wolle man sich aber auch nicht aus dem öffentlichen Raum verdrängen lassen.

Der Anschlag weckt bei vielen auch Erinnerungen an die Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt im Mai, auch wenn zwischen den Taten kein Zusammenhang besteht.

Am Samstagabend war ein 21-jähriger Autofahrer, der zum islamistischen Spektrum gehören soll, in eine Menschengruppe im Berliner Tiergarten gefahren. Danach hatte er Passanten angegriffen. Eine Person starb bei dem Angriff, 29 weitere erlitten teilweise schwere Verletzungen.

Titelfoto: EHL Media / Björn Stach

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