Ohne Angabe von Gründen: Leipziger Uniklinik stellt Notaufnahme-Chef frei

Leipzig - Das kommt überraschend! Das Leipziger Universitätsklinikum (UKL) hat seinen Chef der Zentralen Notaufnahme (ZNA) freigestellt.

Prof. Andrße Gries, Leiter der Zentralen Notfallaufnahme am Universitätsklinikum Leipzig, wurde vergangene Woche freigestellt.
Prof. Andrße Gries, Leiter der Zentralen Notfallaufnahme am Universitätsklinikum Leipzig, wurde vergangene Woche freigestellt.  © IMAGO / lausitznews.de

UKL-Sprecher Jörn Glasner bestätigte TAG24 einen entsprechenden LVZ-Bericht.

Die Freistellung von Prof. André Gries sei Ende der vergangenen Woche erfolgt. "Zu persönlichen oder organisatorischen Hintergründen von Personalentscheidungen können keine weiteren Angaben gemacht werden", heißt es weiterhin.

Die LVZ spricht von Reibereien zwischen Gries und UKL-Medizinvorstand Prof. Christoph Josten. Das Fehlen einer Danksagung für die erbrachte Leistung könne man als klares Statement interpretieren. Dem Bericht zufolge könnte die Freistellung gar zu einem Fall fürs Arbeitsgericht werden.

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Die kommissarische Leitung der Notaufnahme übernehmen mit Dr. Katja Petros und Dr. Christian Seeber nun "zwei erfahrene Mitglieder des bestehenden Führungsteams", so Glasner zu TAG24.

"Wir wissen die ZNA und die Versorgung unserer Patient:innen damit weiterhin in sehr guten Händen", teilte Medizinvorstand Josten weiterhin mit.

André Gries hatte seit 2011 die Notaufnahme geleitet, in der nach UKL-Angaben jährlich rund 36.000 Menschen behandelt werden. 2022 erhielt der Mediziner die Rudolf-Frey-Medaille für besondere Verdienste in der Notfallmedizin.

Titelfoto: IMAGO / lausitznews.de

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