Von Christian Grube
Köln/Leipzig - Studenten der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) aus Leipzig sind mit ihren Robotern beim erstmalig in einer gemeinsamen Liga ausgetragenen RoboCup in Köln bis ins Finale gekommen - und haben dort deutlich verloren.
Das Team der HTWK Robots trat, wie zuvor erwartet, bei den German Open gegen das Team der Universität Bremen an: die B-Human. Bereits in der Vorrunde konnten die Leipziger überzeugen. Aber auch die Norddeutschen spielten sich souverän durch die ersten Begegnungen.
Es war also klar, dass das Finale ein spannendes Spiel werden würde. Die Leipziger kämpften jedoch immer wieder mit streikenden Robotern. Schon früh erzielten die Gegner die ersten Tore und waren ihren Kontrahenten diesmal deutlich überlegen.
Am Ende konnten die B-Human das Endspiel in der sogenannten Midsize Division, in der Roboter bis etwa einen Meter groß sein dürfen, mit 6:1 für sich entscheiden. Leipzig gelang kurz vor Ende der zweiten Halbzeit nur noch der Ehrentreffer.
RoboCup 2026 in Köln: Leipziger HTWK-Team bereitet sich jetzt auf WM vor
Traurig ist das Team der HTWK über die Finalpleite jedoch nicht. Am Ende zählt vor allem der Spaß an der Sache. Der Programmcode der Roboter wird nach dem Wettbewerb öffentlich zur Verfügung gestellt, sodass andere Teams davon lernen und ihre Systeme weiterentwickeln können.
Beim RoboCup geht es jedoch nicht nur um Fußball spielende Roboter. In anderen Disziplinen treten Maschinen zum Beispiel in Rettungsszenarien an oder lösen Aufgaben aus dem Alltag eines Haushaltsroboters.
Ziel des Wettbewerbs ist es, Forschung und Entwicklung in der Robotik voranzubringen.
Für die Leipziger ist das nächste große Ziel bereits gesetzt: die nächste Weltmeisterschaft. Diese findet im Sommer 2027 in Nürnberg statt.