Schotten dicht: Einsatzkräfte trainieren in Grimma für den Ernstfall

Von Jan-Gerrit Vahl und Sören Müller

Grimma - In Grimma (Landkreis Leipzig) wurde am Samstag für den Ernstfall geprobt!

Die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr probten am Samstag das Verschließen der Schutzanlagen.  © Sören Müller/Medienportal Grimma

Bei der traditionellen Hochwasserübung haben dabei rund 100 Einsatzkräfte gemeinsam mit der Landestalsperrenverwaltung die Abläufe zum Verschließen der Schutzanlagen unter realistischen Bedingungen trainiert.

Vom Gerätehaus der Feuerwehr Grimma rückten die Kameradinnen und Kameraden am Morgen Richtung Mulde aus. Im Ernstfall müsse die Hochwasserschutzanlage innerhalb kürzester Zeit vollständig geschlossen werden, hieß es im Vorfeld der Übung.

So galt es, unter Zeitdruck die 78 Verschluss-Elemente einzusetzen. Die Bandbreite reicht dabei von kleinen mobilen Elementen bis hin zu tonnenschweren Toren.

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Das größte von ihnen misst rund neun Meter in der Breite, vier Meter in der Höhe und wiegt etwa 20 Tonnen!

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Oberbürgermeister Tino Kießig (parteilos, l.) war auch vor Ort.  © Sören Müller/Medienportal Grimma

Verheerende Fluten in Grimma 2002 und 2013

Im August 2019 feierte Grimma die Fertigstellung der Hochwasserschutzanlage: Dabei ließ sich Ministerpräsident Michael Kretschmer (51, CDU) vom damaligen Bürgermeister Matthias Berger (58, r.) die Pegelstände der Mulde erläutern. (Archiv)  © Sebastian Willnow/dpa

Oberbürgermeister Tino Kießig bat die Bevölkerung im Vorfeld um Verständnis für mögliche Einschränkungen im Straßenverkehr. Gleichzeitig appellierte er daran, die Einsatzkräfte während der Übung nicht zu behindern. Er selbst war während der Übung vor Ort und stand den Einsatzkräften mit Rat und Tat zur Seite.

Die Hochwasserschutzanlage in Grimma erstreckt sich über mehr als zwei Kilometer – von der Amtshauptmannschaft am Floßplatz bis zum Oberwerder. Mit der Übung sollte sichergestellt werden, dass im Falle eines erneuten Hochwassers alle Abläufe reibungslos funktionieren.

Nach der bisher höchsten registrierten Überflutung in der Stadtgeschichte im Jahr 2002 veranlasste das sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft im März 2003 die Erarbeitung eines Schutzkonzeptes. 2007 wurde mit dem Bau der ersten Anlagen begonnen.

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Vor der Fertigstellung der Gesamtanlage wurde die Stadt im Juni 2013 jedoch erneut von einem verheerenden Hochwasser heimgesucht.

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