Leipzig - Gleich in zwei Etagen eines Leipziger Hotels wurde in der Silvesternacht Feuer gelegt. Schnell geriet ein 42-Jähriger ins Visier der Ermittler. Nun wurde er wegen des Verdachts des versuchten Mordes und der schweren Brandstiftung festgenommen.
Gegen 1 Uhr nachts ertönte plötzlich ein schriller Ton in den Fluren des Hotels in der Nikolaistraße. Die Rauchmelder lösten gleich auf zwei Etagen Alarm aus.
Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei eilten ins Zentrum, um festzustellen, dass eine Person auf zwei Etagen in den Fluren ein Feuer gelegt hatte.
Glücklicherweise verhinderte die schnelle Reaktion der Beteiligten Schlimmeres. Verletzt wurde niemand, lediglich ein Mitarbeiter kam mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.
Doch was genau passierte in der Nacht? Die Polizei begann zu ermitteln, und ein 42-Jähriger geriet schnell ins Visier der Beamten.
Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Presseerklärung bestätigten, wurde gegen den Deutschen ein Haftbefehl erlassen. Am 11. Februar haben Kräfte der Bundespolizei ihn am Hauptbahnhof Leipzig festnehmen können.
"Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung wurden Spuren und Beweismittel sichergestellt", so die Sprecher Moritz Peters und Vanessa Fink.
Einen Tag später wurde der 42-Jährige in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Er steht unter Verdacht, durch den Brand den möglichen Tod von mehreren Hotelgästen billigend in Kauf genommen zu haben.
Der Schaden am Hotel beträgt rund 70.000 Euro.