Leipzig - Eine spontane Demonstration sorgte am Freitagabend für kurzzeitige Verkehrsbehinderungen im Leipziger Osten.
Ersten Informationen zufolge versammelten sich gegen 18 Uhr rund 50 Personen vor dem Obi-Baumarkt an der Lagerhofstraße.
Das bestätigte auch ein Polizeisprecher am Abend auf TAG24-Anfrage.
Die Demonstration wurde als Eilversammlung angemeldet. Nachdem alle Auflagen und die Route geklärt wurden, setzte sich der Zug in Bewegung.
Unter dem Motto "Gegen Islamismus und für die Verteidigung der Frauenrevolution" zog die Gruppe unter Polizeibegleitung bis zur Eisenbahnstraße.
Auf der B2 rund um die Brandenburger Brücke kam es zu Verkehrsbehinderungen und Stau. Auch die Straßenbahnen sollen betroffen gewesen sein.
Die Gruppe könnte im Zusammenhang mit der sogenannten "Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit" stehen. Wie auf Social Media mitgeteilt wurde, wollen mehrere Personen von Deutschland zur Grenze von Kobanê in Syrien reisen, "um die Revolution in Rojava zu verteidigen".
In dieser Woche gab es weitere Demonstrationen, unter anderem in Dresden unter dem Motto "Hände weg von Rojava". Anfang der Woche wurde eine Leipziger Allianz-Filiale beschädigt. Ein Bekennerschreiben bezog sich ebenfalls auf die Revolution in Rojava.