Tauben-Drama an Leipziger Galeria-Filiale geht weiter: "Wir sind total unglücklich"

Leipzig - Seit einigen Monaten entwickelt sich einer der Galeria-Eingänge in Leipzig zu einem Schandfleck in der Innenstadt: Die Scheiben vollgekotet, der Eingangsbereich zentimeterdick von Hinterlassenschaften bedeckt. Dieser wenig einladende Anblick bleibt nun weiter bestehen.

Das Bild am Nebeneingang des Kaufhauses ist nicht schön. Überall liegt und klebt der Taubenkot.  © TAG24/Nico Zeißler

Eigentlich wollte man in der ersten Septemberwoche eine sogenannte Taubenvergrämung errichten. Doch es kam anders.

"Wir sind total unglücklich. Die Tauben haben sich entschieden, nochmals zu brüten", erklärte Galeria-Filialleiterin Barbara Blank auf TAG24-Anfrage.

"Die Firma, die die Taubenvergrämung machen und die Reinigung durchführen soll, ist beauftragt. Aber sie haben einen Hinweis vom NABU bekommen, dass brütende Tauben gesichtet worden sind und haben untersagt, etwas zu tun", so Blank.

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Der Filialleiterin wurde gesagt, dass die beauftragte Firma erst handelt, wenn der NABU grünes Licht gibt. Sonst riskieren sie den Entzug ihrer Betriebserlaubnis.

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Galeria bekräftigt: "An uns liegt's nicht"

Der Dreck bedeckt mittlerweile den ganzen Boden.  © Christian Grube

In der Leipziger Filiale hofft man, dass die Maßnahmen in den nächsten Wochen umgesetzt werden können, wenn die Brutphase vorbei ist und die Nester leer sind. Geplant ist, dass die Zwischenräume über dem Eingang mit Abdeckungen verschlossen werden, damit die Vögel keine Nester mehr bauen können.

"Ich habe es mir etwas unkomplizierter vorgestellt", gab Barbara Blank gegenüber TAG24 zu und bekräftigte: "Es ist alles beauftragt, an uns liegt's definitiv nicht."

Dass der Dreck sich schon seit Wochen ansammelt, ist auch der Leiterin schmerzlich bewusst. Man müsse sich aber schrittweise an das Thema heranarbeiten, weil es viel Geld kostet.

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Blank wollte gegenüber TAG24 nichts zu den genauen Kosten sagen. Diese dürften schätzungsweise im hohen vier- bis niedrigen fünfstelligen Bereich liegen.

Perspektivisch möchte man den Nebeneingang von Galeria im Gewandgäßchen wieder für den Kundenverkehr öffnen. "Wir sind ein Warenhaus und möchten Menschen an Stellen, wo wir das können, willkommen heißen - das ist unser sehnlichster Wunsch", erklärte die Leipziger Filialleiterin.

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