Wird die Gestaltung bleiben? Probstheidaer schmücken ihre Kreisverkehre
Von Lutz Brose
Leipzig - Kreisverkehre gelten als sicher und leicht zu befahren. Deswegen werden immer mehr von ihnen errichtet. Umstritten ist allerdings die Gestaltung der Verkehrsanlagen.
Obwohl sich schon seit den 90-er Jahren eine sogenannte Kreiselkunst etabliert hat, sprechen sich Verkehrsexperten gegen die künstlerische Gestaltung der Mittelinseln aus, weil sie vom Verkehrsgeschehen ablenken könnten. Daher wird das Erscheinungsbild der Leipziger Kreisverkehre in der Regel als schlicht oder sachlich beschrieben.
In Probstheida wurden jetzt dennoch Akzente gesetzt.
Auf der Mittelinsel des Kreisels in der Russenstraße wurde ein hässlicher Weihnachtsbaum aufgestellt aber liebevoll geschmückt. Allerdings wurden Teile der Deko mittlerweile vom Winde verweht und der Baum kommt wieder unschön daher.
Noch mehr Mühe hatte sich ein Hobbybastler gegeben. Jedoch beim Bau eines Tretautos, das wohl nicht mehr gebraucht wurde und auf dem Kreisel in der Strümpelstraße landete, offenbar nicht bedacht, dass dieses auch zweckentfremdet werden könnte. Das gute Stück musste zum Jahreswechsel als Abschussrampe herhalten und ist nun völlig dahin.
Die Gestaltungsversuche werden wohl in den nächsten Tagen mit dem letzten Silvesterdreck verschwinden.
In der Messestadt wurden in den letzten Jahrzehnten bereits eine Vielzahl von Kreisverkehren gebaut. Zwei weitere kommen bis zum Sommer ganz in der Nähe in der Naunhofer Straße dazu, die Gestaltung der Mittelinseln bleibt wohl aber aus.
Titelfoto: Montage: Lutz Brose
