"Keine Interventionen": Dutzende Menschen demonstrieren in Leipzig gegen US-Angriff auf Venezuela
Leipzig - Der Angriff auf Venezuela durch die USA beschäftigt auch die Menschen in Leipzig. Etwa 70 Menschen versammelten sich am Samstagabend zu einer Kundgebung auf dem kleinen Willy-Brandt-Platz am Hauptbahnhof, um ihre Solidarität mit der Bevölkerung des südamerikanischen Landes auszudrücken.
"Nieder mit dem US-Imperialismus! Keine Interventionen und kein Regime-Change", hatten die Organisatoren des Protests zuvor in einem Aufruf gefordert.
Der Ankündigung folgten etwa 70 Menschen, die sich ab 18 Uhr auf dem Platz südlich des Hauptbahnhofes versammelten. Nach Informationen von vor Ort soll der Großteil der Teilnehmer aus dem linken Sektor stammen.
Auch Angehörige des als verfassungsfeindlich eingestuften Handala-Vereins, der laut sächsischem Verfassungsschutz mit der Terrororganisation Hamas sympathisiert und das Existenzrecht Israels leugnet, sollen unter den Demonstranten gewesen sein.
Wie ein Sprecher des Polizei-Lagezentrums gegenüber TAG24 erklärte, verlief der Protest friedlich. Nach einer Kundgebung auf dem Willi-Brand-Platz liefen die Teilnehmer in einem Aufzug über die Katharinenstraße, den Markt und die Grimmaische Straße bis zum Augustusplatz, wo die Demo schließlich endete.
USA greifen venezolanische Hauptstadt an, Präsident Maduro festgenommen
Mit Angriffen auf die venezolanische Hauptstadt Caracas haben in der Nacht zu Samstag die Spannungen zwischen den USA und dem südamerikanischen Land eine neue Eskalationsstufe erreicht. Bei dem Angriff sollen sowohl Soldaten als auch Zivilisten ums Leben gekommen sein. Venezuelas Präsident Nicolás Maduro (63) wurde festgenommen. Er soll sich inzwischen auf dem Weg nach New York befinden.
Venezuelas autoritärer Staatschef Maduro wirft den USA schon lange vor, einen Machtwechsel in Caracas erzwingen zu wollen. Nach seiner von Betrugsvorwürfen überschatteten Wiederwahl 2024 erkannte die Regierung in Washington den Linkspolitiker nicht mehr als rechtmäßigen Staatschef an.
Außerdem gehen die US-Behörden davon aus, dass Maduro in Drogengeschäfte verwickelt ist. Für Informationen, die zu seiner Festnahme führen, hatten die USA eine Belohnung von bis zu 50 Millionen Dollar (rund 43 Millionen Euro) ausgesetzt.
Titelfoto: EHL Media/Erik-Holm Langhof
