Nach großem Polizeieinsatz: Grüne kritisieren Abschiebe-Versuch in Leipzig

Leipzig - Eine Woche nach einem größeren Polizeieinsatz bei einer versuchten Abschiebung in Leipzig haben die Grünen im Landtag das Vorgehen der Behörden scharf kritisiert.

Bei einer versuchten Abschiebung am 13. September im Leipziger Süden kam es zu einem größeren Polizeieinsatz.
Bei einer versuchten Abschiebung am 13. September im Leipziger Süden kam es zu einem größeren Polizeieinsatz.  © Sebastian Willnow/dpa

Das rücksichtslose Vorgehen der Vollzugsbehörden in dem Fall sei unverständlich, erklärte die migrationspolitische Sprecherin, Petra Čagalj Sejdi (44), am Montag.

Bereits bei dem Einsatz am vergangenen Dienstag hätten die Einsatzkräfte eine mangelnde Sensibilität gezeigt.

Dass die Behörden den Jordanier Mohammad K. weiterhin abschieben wollten, sei aus Sicht der Fraktion "absolut unverständlich".

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Der Mann brauche eine psychologische Betreuung und es müsse geprüft werden, ob er überhaupt in Abschiebehaft genommen werden kann.

Der 26-Jährige hatte sich nach Polizeiangaben in seiner Wohnung eingeschlossen und selbst verletzt.

Er wurde danach zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Normalerweise berichtet TAG24 nicht über versuchte Suizide oder Selbstverletzungen. Da sich der Vorfall aber im öffentlichen Raum abgespielt hat, hat sich die Redaktion entschieden, es doch zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa

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