Protest gegen AfD-Versammlung in Leipzig

Leipzig - Etwa 200 Menschen haben in Leipzig ihren Unmut über eine Veranstaltung der AfD zum Ausdruck gebracht.

Rund 200 Menschen waren trotz Regens zum Protest gegen die AfD-Versammlung gekommen.  © EHL Media

Sie versammelten sich ab etwa 17 Uhr auf dem Naschmarkt.

Dort, in der alten Handelsbörse, hatte die AfD unter dem Motto "Was Sachsen braucht" zu einer Diskussionsrunde geladen. Als Teilnehmer angekündigt wurden unter anderem Jörg Urban (62), Vorsitzender der AfD-Landtagsfraktion Sachsen sowie der Leipziger Landtagsabgeordnete Holger Hentschel (41).

Das Stadtgeschichtliche Museum, Betreiber der Handelsbörse, kritisierte auf seiner Homepage politische Veranstaltungen in dem Gebäude. "Sensible historische Baudenkmale wie die 1678 erbaute Alte Handelsbörse" seien "für polarisierende Veranstaltungen dieser Art nur bedingt geeignet". Aufgrund der derzeit gültigen Widmungssatzung sei man zu dessen Durchführung aber gezwungen, heißt es weiter.

Leipzig Politik Leipzigs Grüne kämpfen weiter für Geschenke-Kisten: "Kreislaufwirtschaft, wie sie im Lehrbuch steht"

Ein Großaufgebot der Polizei kam zum Einsatz, um die Veranstaltungsteilnehmer und die Gegner zu trennen. Dafür wurden auf dem Naschmarkt Zäune aufgestellt, die die Demonstrierenden einige Meter von der Handelsbörse zurückhielten.

Anzeige
Die Polizei sicherte die Veranstaltung und den Gegenprotest ab.  © 7aktuell.de

Aufgerufen zum Gegenprotest wurde unter anderem mit dem Satz: "Wir sagen klar und deutlich – Leipzig braucht keine AfD!" Bis zum frühen Abend wurden keine Zwischenfälle gemeldet.

Mehr zum Thema Leipzig Politik: