Von Lutz Brose
Leipzig - Jetzt reicht's, dachten sich wohl Verantwortliche der Leipziger Stadtwerke, nachdem Diebe immer wieder Kabel gestohlen hatten, um das darin befindliche Kupfer zu Geld zu machen. Neue Ladestationen für Elektroautos sollen jetzt die erwünschte Lösung bringen.
Wie Pressesprecher Frank Viereckl auf Anfrage mitteilte, "wurden seit Mai 2024 28 Anzeigen wegen Diebstahls von insgesamt 87 Kupferkabeln gestellt".
Während die gestohlene Wahre wohl lediglich im unteren bis mittleren zweistelligen Euro-Bereich weiterverkauft wird, sind die Kosten für die Stadtwerke deutlich höher.
"Ersatzbeschaffung inkl. Reparatur und Nacheichung vor Ort liegen in Abhängigkeit der Ladeleistung zwischen 2500 Euro und 5000 Euro pro Kabel", hieß es weiter.
Um den Diebstahl entgegenzuwirken, testen die Stadtwerke Leipzig seit einem Monat an einer HPC Station (High Power Charging) einen zusätzlichen Schnittschutz am Kabel mittels eines neuartigen Schnittschutzsystems.
Zudem sind die Schutzsysteme unter anderem mit GPS-Tracker ausgestattet.
Auch eine Videoüberwachung könnte an den Standorten künftig stattfinden.
Um die Ermittlungsarbeit der Polizei nicht zu gefährden, machen die Stadtwerke darüber hinaus keine weiteren Angaben.