Ute Freudenberg: Sie spricht noch immer mit ihren verstorbenen Eltern

Leipzig - Ihre "Jugendliebe“ kann noch heute jeder auswendig: Ost-Star Ute Freudenberg (63) ist seit Jahrzehnten gut im Geschäft. Sie steht an unzähligen Tagen im Jahr auf der Bühne und begeistert ihre Fans. Aber auch die Sängerin hat eine nachdenkliche Seite.

Ute Freudenberg war am Freitag zu Gast im MDR-Riverboat.
Ute Freudenberg war am Freitag zu Gast im MDR-Riverboat.  © DPA

Ihre Eltern waren die wichtigsten Menschen in ihrem Leben. Beide sind bereits vor Jahren verstorben. Doch noch heute spricht Freudenberg mit den beiden!

"Also mein Vati und meine Mutti waren zwei sehr, sehr unterschiedliche Menschen. Meine Mutti war unglaublich lebensbejahend und fröhlich, sie hat immer dafür gesorgt, dass ich freundlich bin, saubere Wäsche anhabe, dass ich Menschen helfe und eine gute Handschrift habe“, erzählt die Sängerin im MDR Riverboat.

"Mein Vati war mehr so der philosophische Typ, er hat mir praktisch beigebracht, wie ich im Leben bestehe: An mich zu glauben, niemals aufzugeben, meine Träume zu leben, mir für nichts zu schade zu sein, klar und differenziert zu denken, logisch zu denken, wenn man nicht weiter weiß, die Wege zu kennen, die man gehen muss, um zum Ziel zu kommen. Wenn man so einen Vater hat, wie ich ihn hatte, dann ist das halbe Leben schon gewonnen.“

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Es sind rührende Worte, die Ute Freudenberg für ihre Eltern findet. Besonders die Lebensgeschichte ihres Vaters begleitet sie bis heute. "Er war ja sehr lange in Buchenwald gefangen, wir waren auch gemeinsam oft dort. Ich vergesse diese Momente nicht, wenn er davon erzählt hat. Er hat mir alle meine Fragen beantwortet. Er ist wirklich ein ganz, ganz wichtiger Mensch in meinem Leben.“

Ute Freudenberg über ihre Eltern: "Mein Vati hat sich immer gefreut, wenn ich im Fernsehen war"

Bis heute hat die "Jugendliebe“-Interpretin eine Verbindung zu ihren Eltern. "Also ich rede mit meiner Mutti und meinem Vati eigentlich täglich und ich zitiere sie auch ständig. Die Erinnerungen sind das, was sie gesagt und getan haben und es tut unheimlich gut, das abrufen zu können“, erklärt sie in der Riverboat-Talkrunde.

"Mein Vati hat sich zum Beispiel immer so wahnsinnig gefreut, wenn ich im Fernsehen war. Er hat dann immer geweint, er war so wahnsinnig stolz! Und dann hat er sich die Nase geputzt und war so glückserfüllt, das ganze kleine Wohnzimmer hat dann immer ganz geleuchtet vor Glück, wenn mein Vati so gestrahlt hat.“

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