Vom Gratis-Auto zur Schuldenfalle: Betrügerbande macht Millionen mit Schrotkarren

Leipzig - Jahrelang kamen sie mit dieser Masche durch. Jetzt erhob die Staatsanwaltschaft Leipzig Anklage gegen eine mutmaßliche Betrügerbande, die ihren Opfern die kostenlose Nutzung eines Autos in Aussicht stellte. Stattdessen wurden diese übel abgezockt.

Durch Mundpropaganda wurde der Kundenstamm der Betrüger immer größer. (Symbolfoto)  © Sina Schuldt/dpa

Mit dem sogenannten "Freundschaftsleasing" ein Auto geschenkt bekommen klingt zu schön, um wahr zu sein? Ist es auch!

Doch genau durch diese Taktik sollen sieben Personen über acht Millionen Euro ergaunert haben.

Ihre Opfer brachten sie dazu, jeweils zwei teure Autos zu kaufen und dafür Kredite bei zwei unterschiedlichen Banken aufzunehmen. Die monatlichen Raten übernahm dann die Firma des Hauptangeschuldigten. Zumindest anfangs. Irgendwann wurden die Zahlungen eingestellt und die Opfer blieben auf den Kosten sitzen.

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Die angeblich neuwertigen Autos waren in Wahrheit deutlich weniger wert als angegeben. Zum Teil habe es sich sogar um Unfall- oder Schrottfahrzeuge gehandelt, die als fast neu verkauft wurden. "Kilometerstände und die Allgemeinzustände der Fahrzeuge wurden geschönt", so die Staatsanwaltschaft.

Da die Kunden die Autos blind kauften, bekamen sie von dem Betrug nichts mit. Die Banken stellten überhöhte Kredite aus und erhielten dafür keine entsprechende Sicherheit. Ihnen waren die abgeschlossenen Verträge zur Ratenübernahme nicht bekannt.

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Den Verantwortlichen werden 87 Betrugsfälle zur Last gelegt, die sich zwischen August 2020 und August 2023 ereignet haben sollen. Der vermutliche Kopf der Bande sitzt derzeit in Haft.

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