Dessau-Roßlau - Ein 35-jähriger Mann hat am Dienstag innerhalb weniger Stunden gleich zweimal die Bundespolizei beschäftigt. Nach einem Widerstand gegen Einsatzkräfte im Dessauer Hauptbahnhof soll er wenig später in einem Zug einen Mitreisenden angegriffen haben.
Nach Angaben der Bundespolizei fiel der alkoholisierte Mann im Hauptbahnhof durch lautstarkes und aggressives Verhalten auf.
Während der Kontrolle verweigerte er zunächst die Angabe seiner Personalien und widersetzte sich der Mitnahme zur Dienststelle, indem er sich mehrfach zu Boden fallen ließ.
Erst nachdem ihm Handfesseln angelegt worden waren, beruhigte sich der 35-Jährige. Ein Atemalkoholtest ergab 2,89 Promille.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann wieder entlassen. Rund zwei Stunden später soll derselbe Tatverdächtige während einer Zugfahrt einem Mitreisenden mit einer Geldbörse ins Gesicht geschlagen haben, nachdem dieser ihn gebeten hatte, leiser zu sein.
Dank der Personenbeschreibung des Geschädigten und dessen Begleiterin konnte auch dieser Vorfall dem 35-Jährigen zugeordnet werden. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung.