Magdeburg - Nach dem lebensbedrohlichen Angriff auf eine 21-Jährige in einem Magdeburger Hospiz hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage gegen die mutmaßliche Täterin erhoben.
Die 24-Jährige soll am 16. April in ein Zimmer im Hospiz der Pfeifferschen Stiftungen eingedrungen und die dort liegende 21-Jährige im Halsbereich angegriffen und lebensgefährlich verletzt haben.
Die Staatsanwaltschaft Magdeburg wirft der Beschuldigten nun versuchten Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vor. Zuvor war lediglich wegen des Verdachts der versuchten Tötung ermittelt worden.
Die Beschuldigte befindet sich derzeit in einer psychiatrischen Einrichtung. Sie war nach der Tat zunächst in Untersuchungshaft gekommen, später gab es bei ihr jedoch Anzeichen einer möglichen psychischen Erkrankung.
Ab Mitte Oktober soll der Fall vor dem Schwurgericht des Landgerichts Magdeburg verhandelt werden. Im Prozess sollen unter anderem Gutachter, Sachverständige und Zeugen gehört werden.
Unklar bleibt jedoch weiterhin das Motiv, welches hinter der Tat steckt und ob sich die beiden Frauen zuvor kannten. Sollte die Beschuldigte verurteilt werden, könnte eine Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung angeordnet werden.
Nach dem Angriff konnte die 24-Jährige zunächst flüchten und erst am Folgetag durch die Polizei festgenommen werden. Sie ist bislang nicht vorbestraft.