Leitung am Theater Magdeburg geht: Jetzt könnte die Nachfolge feststehen

Magdeburg - Die Leitung am Theater Magdeburg nimmt den Hut, sowohl in der Schauspiel- als auch in der Opernsparte. Für eine Abteilung ist die Nachfolge schon sicher, doch woanders herrscht noch Ungewissheit.

Magdeburgs Generalintendant Julien Chavaz nimmt in etwa eineinhalb Jahren den Hut.  © Theater Magdeburg/Nilz Böhme

Das Theater Magdeburg steht vor einem großen künstlerischen Umbruch. Mit Ende der Spielzeit 2026/27 verabschieden sich die Leiter der Schauspielsparte, Clemens Leander, Clara Weyde und Bastian Lomsché. Die drei wechseln ans Schauspiel Leipzig.

Für sie steht die Nachfolge schon fest: Die Dresdner Hausregisseurin Lily Sykes will ab Frühherbst 2027 frischen Wind die Elbe rauf bringen.

Die Generalintendanz für das Vierspartenhaus hängt aber noch in der Schwebe. Generalintendant Julien Chavaz hatte eigentlich seinen Vertrag bis 2032 verlängert, sich danach allerdings umentschieden. 2028 verlässt er die Elbestadt und übernimmt stattdessen die Leitung der Essener Oper.

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Die Stadt Magdeburg hat aber schon eine Idee für eine mögliche Nachfolge.

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Verwaltungsdirektorin soll Intendanz in Magdeburg übernehmen - aber nur auf Zeit

Auch die Schauspielleitung geht: Clemens Leander, Bastian Lomsché und Clara Weyde gehen nach Leipzig.  © Theater Magdeburg/Kerstin Schomburg

Zunächst soll Verwaltungsdirektorin Bettina Pesch ab August 2028 die Generalintendanz übernehmen. Pesch ist bereits seit vielen Jahren am Magdeburger Haus und auch derzeit stellvertretende Generalintendantin.

Sie soll aber nur eine Übergangslösung sein. Chavaz' Rolle soll ausgeschrieben und, wenn alles klappt, ab der Spielzeit 2029/30 neu besetzt werden.

Ein Intendantenwechsel ist keine kurzfristige Entscheidung. Für Ausschreibung, Findungskommission, Bewerbungsverfahren und Vertragsabschluss rechnet die Stadtverwaltung mit einer Dauer von 12 bis 15 Monaten, also etwa zu Ende 2027.

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Da die Vorbereitung einer Spielzeit oft Monate und Jahre im Voraus beginnt, wäre es aber schon zu spät, als dass der neue Kandidat die folgende Saison noch beeinflussen könnte.

In dieser Überbrückungsphase soll Bettina Pesch übernehmen, so die Idee. Auch soll ihr Vertrag bis Ende Juli 2030 verlängert werden, sodass sie einer neuen Leitung zunächst unter die Arme greifen könnte.

Über diesen Vorschlag muss nun der Stadtrat entscheiden.

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