Aus Gericht wird Schwimmhalle: Neuer Plan für Magdeburgs Schwimmer jetzt offiziell?
Magdeburg - Aus der möglichen Übergangslösung könnte jetzt Realität werden: Das ehemalige Gerichtsgebäude am Jerichower Platz soll zur Trainingsstätte für Magdeburgs Schwimmer werden.
Die Stadtverwaltung hat dem Stadtrat nun einen entsprechenden Vorschlag vorgelegt. Von November 2026 bis Juni 2028 soll die Halle dafür angemietet werden. Zudem sei ein 50 Meter langes Becken mit 20 Metern Breite und acht Bahnen geplant.
Die Kosten für die Übergangslösung liegen bei rund 3,76 Millionen Euro. 700.000 Euro Fördermittel werden dafür vom Land Sachsen-Anhalt zur Verfügung gestellt. Ob der Plan umgesetzt wird, entscheidet der Stadtrat bereits am Donnerstag.
"Die Vorzugsvariante ist technisch und zeitlich schnell umsetzbar", so Oberbürgermeisterin Simone Borris (63, parteilos). Trotz der aktuell schwierigen Haushaltslage würden die Vorteile des ehemaligen Gerichtsgebäudes deutlich überwiegen, hieß es weiter.
In den vergangenen Monaten wurden insgesamt sechs mögliche Standorte von der Stadt geprüft. Darunter die Hermann-Gieseler-Halle, das Erich-Rademacher-Bad, eine Messehalle und eine Getreidelagerhalle auf dem früheren Fahlberg-List-Areal.
Wird die Sanierung des Carl-Miller-Bads verschoben?
Auch die weitere Nutzung der Schwimmhalle in der Großen Diesdorfer Straße wurde geprüft. Seit Monaten bringt diese jedoch Einschränkungen für Schul- und Vereinssport sowie den öffentlichen Badebetrieb mit sich. Auch technische Ausfälle sorgen immer wieder für Ärger.
Für die Schwimmer und Trainer wären außerdem während der Sanierung längere Wege nötig, hieß es weiter.
Auch beim Carl-Miller-Bad könnte sich etwas ändern: Die Stadt schlägt vor, den Beginn der Sanierung um rund ein Jahr zu verschieben, erklärte die Stadt am Dienstag.
Dadurch könnte das Bad 2027 regulär in die Saison starten und von Mai bis August zusätzliche Kapazitäten für Schul- und öffentlichen Badebetrieb bieten.
Titelfoto: Bildmontage: Jan Woitas/dpa, Landeshauptstadt Magdeburg

