Kontrollen zu Schwarzarbeit in Friseur- und Kosmetiksalons: Handelskammer mahnt

Von Sabrina Gorges

Magdeburg - Im Zusammenhang mit seit Jahresanfang möglichen Kontrollen zu Schwarzarbeit im Kosmetik- und Friseurhandwerk hat die Handwerkskammer Magdeburg faire Bedingungen angemahnt.

Laut Handwerkskammer führt Schwarzarbeit zu Preisstrukturen, mit denen legal arbeitende Salons nicht konkurrieren könnten. (Symbolbild)
Laut Handwerkskammer führt Schwarzarbeit zu Preisstrukturen, mit denen legal arbeitende Salons nicht konkurrieren könnten. (Symbolbild)  © Magdalena Tröndle/dpa

Die Kontrollen durch den Zoll müssen effizient, digital unterstützt, gut koordiniert und fair durchgeführt würden, wie die Kammer mitteilte.

Es sei wichtig, nicht mitten im Salonalltag zu kontrollieren, Kunden nicht zu verunsichern und die Betriebe nicht übermäßig zu belasten, hieß es. "Kontrollen müssen verhältnismäßig sein und dürfen nicht nach äußeren Merkmalen urteilen", sagte Burghard Grupe, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer.

Mit der Aufnahme des Friseur- und Kosmetikhandwerks in den Branchenkatalog des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes zum 1. Januar erhält der Zoll künftig die Möglichkeit, verstärkt auch in diesen Gewerken zu kontrollieren.

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Laut Handwerkskammer führten unterlaufene Mindestlöhne, nicht angemeldete Mitarbeiter und fehlende Sozialversicherungsbeiträge zu Preisstrukturen, mit denen legal arbeitende Salons nicht konkurrieren könnten.

"Wer sauber arbeitet, steht wirtschaftlich immer häufiger unter Druck. Das ist nicht nur unfair, das bedroht Existenzen", sagte Grupe laut Mitteilung. Kontrollen würden begrüßt, wenn die Rahmenbedingungen stimmten, hieß es.

Die Handwerkskammer Magdeburg sehe die Ursachenbekämpfung von Schwarzarbeit im Fokus. Viele Friseure und Kosmetiker stünden "im Spannungsfeld zwischen fairem Arbeitgebersein, Kundennähe und wirtschaftlicher Belastbarkeit".

Titelfoto: Magdalena Tröndle/dpa

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