Magdeburg - Mit zahlreichen Veranstaltungen startet am Freitag die CSD-Aktionswoche in Magdeburg. Neben Partys, Workshops und einer Radtour steht diesmal auch ein Selbstverteidigungskurs auf dem Programm.
Grund dafür sind auch Sorgen vor queerfeindlichen Übergriffen, heißt es in einem Bericht des MDR.
Allein im Freundeskreis eines Magdeburger CSD-Organisators seien zuletzt mehrere Menschen angegriffen worden, heißt es.
"In meinem Freundeskreis habe ich jetzt aktuell vier Personen, die in den letzten, ich schätze mal so sechs Wochen, überfallen wurden", sagte Björn Friedrich, der in diesem Jahr den Demozug leitet. Die Angriffe seien so heftig gewesen, dass die Betroffenen anschließend in die Notaufnahme mussten.
Am kommenden Mittwoch will der CSD deshalb einen Selbstverteidigungskurs anbieten. Dort sollen die Teilnehmenden einfache Techniken lernen. Außerdem geht es darum, mögliche Gefahrensituationen frühzeitig zu erkennen und richtig darauf zu reagieren.
Der Kurs findet am 19. August von 19 bis 21 Uhr im "EinLaden" am Breiten Weg statt. Mitmachen können Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht oder Fitness.
CSD in Magdeburg: Veranstaltung erstmals auf dem Domplatz
Doch auch beim eigentlichen Christopher Street Day spielt das Thema Sicherheit eine wichtige Rolle. Der CSD findet am 22. August erstmals auf dem Domplatz statt.
Laut Organisator Falko Jentsch lassen sich dort die Zufahrtswege besser schützen. Die Vorbereitungen für den Umzug an den neuen Veranstaltungsort liefen rund eineinhalb Jahre, heißt es in dem Medienbericht.
Unter dem Motto "Wähl Liebe" sind auf dem Domplatz unter anderem politische Reden, Live-Musik und zahlreiche Infostände geplant.
In diesem Jahr wird zudem das 30-jährige Bestehen des Christopher Street Days in Sachsen-Anhalt gefeiert.
Die Aktionswochen beginnen bereits am Freitagnachmittag. Um 16 Uhr wird am Alten Rathaus auf dem Alten Markt traditionell die Regenbogenflagge gehisst.