AfD-Parteitag in Magdeburg von Protesten gestört

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Von Christopher Kissmann

Magdeburg - Der AfD-Landesparteitag in Magdeburg ist von Protesten begleitet worden. An fünf angemeldeten Versammlungen hätten insgesamt etwa 500 bis 600 Personen teilgenommen.

Der AfD-Landesparteitag wurde von Demos gestört.
Der AfD-Landesparteitag wurde von Demos gestört.  © Sebastian Willnow/dpa

Unmittelbar am Veranstaltungsort des AfD-Parteitags gibt es laut Polizei eine Demonstration mit etwa 150 bis 200 Teilnehmern.

Weitere Versammlungen, etwa Mahnwachen für eine tolerante und wehrhafte Demokratie, finden an anderen Orten im Stadtgebiet statt.

Bisher sei alles störungsfrei verlaufen, sagte die Sprecherin der Polizei.

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Knapp fünf Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt will die AfD auf dem Landesparteitag ihr Wahlprogramm beschließen. Laut dem Entwurf plant die AfD einen radikalen Kurswechsel in mehreren Bereichen. 

So will die Partei etwa eine "Task Force Abschiebungen" einrichten, Staatsleistungen für Kirchen einstellen und die Landeszentrale für politische Bildung abschaffen.

Die AfD unter Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) will am Samstag das Wahlprogramm beschließen.
Die AfD unter Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) will am Samstag das Wahlprogramm beschließen.  © Hendrik Schmidt/dpa

Fördermittel sollen Vereine nach dem Willen der AfD nur noch dann erhalten, wenn sie "ein glaubhaftes Bekenntnis zur demokratischen Ordnung und zu einer patriotischen Grundhaltung" abgelegt haben.

Die AfD Sachsen-Anhalt wird vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft.

Titelfoto: Bildmontage: Sebastian Willnow/dpa, Hendrik Schmidt/dpa

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